Rat lehnt Beitritt zu Netzwerk erneut ab
Die Entwicklung der Beckumer Innenstadt muss ohne Beitritt zum Netzwerk auif Landesebene betrieben werden.

Eigentlich hatte der Rat bereits Ende September gegen einen Beitritt zu der Arbeitsgemeinschaft auf Landesebene gestimmt. 2000 Euro jährlich hätte die Stadt für Mitgliedsbeiträge bei einer Laufzeit von mindestens drei Jahren aufbringen müssen. Das erschien Sprechern von CDU, FDP und FWG zu viel für die Förderung eines Informationsaustauschs, der unter Umständen auch auf anderem Wege bewerksteligt werden könnte. SPD und Grüne sprachen sich für eine Mitgliedschaft aus.

Die Sozialdemokraten waren es auch, die das Thema noch einmal zurück auf die Agenda holten. Denn nach der Beschlussfassung im September hatte die SPD nach den Worten ihres Fraktionsvorsitzenden Karsten Koch zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Ablehnung des Beitritts bei Vertretern des Gewerbevereins auf völliges Unverständnis gestoßen ist.

Das bestätigte der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins, Wolfgang Immig, im Zuge der Neuberatung. Die Sitzung wurde unterbrochen, um ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Immig unterstrich vor dem Rat, dass der Gewerbeverein ein aktives Mitwirken im Netzwerk Innenstadt für sinnvoll halte und sich personell auch in einen Austausch und eine Kooperation auf Landesebene zur Stärkung des Standortes einbringen möchte.

 Immigs Votum und eine entsprechende Empfehlung des Bürgermeisters vermochte einige Ratsmitglieder aus den Reihen von FWG und FDP umzustimmen. Aber nicht genügend, wie die Abstimmung dann zeigte. Trotz des Vorbehalts, die Mitgliedschaft nach drei Jahren kritisch zu überprüfen, wurde der Antrag bei Stimmengleichheit erneut abgelehnt. Wolfgang Immig reagierte anschließend enttäuscht. Ihm fehle jedes Verständnis für die Verweigerung, erklärte er im Gespräch mit der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS