Rolf Schmiel ein Glücksfall für Zuhörer
Bild: Grünebaum
Auf reges Interesse stieß gestern Abend der Vortrag von Rolf Schmiel zum Thema „Die Psychologie des Glücks – Warum und wie man Glücklichsein lernen kann“ im Berufskolleg Beckum.
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Wie die größer werden kann, machte der Diplom-Psychologe, Motivationstrainer und Autor lebensnah und keineswegs besserwisserisch deutlich. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Tagebuch, in das man nur schreibt, was gelungen ist? Oder mit mehr Schlaf, mehr Wasser statt Kaffee und Alkohol und ganz viel Lachen? „Es sind die kleinen, profanen Dinge im Leben, die wirklich glücklich machen“, brachte es Schmiel auf den Punkt.

Kinder lachen viel mehr als Erwachsene

Seine persönliche Glücksformel notierte sich der ein oder andere Zuhörer während des Vortrags gleich mit. Hinter den vier „Ls“ verberge sich der Schlüssel zu einem Leben voller emotionaler Stabilität, Zuversicht und Souveränität, verdeutlichte Schmiel. Soll heißen: Ohne Lachen, Leisten, Lieben und Lernen kein Glück. Zur Erläuterung des ersten Punktes zog Schmiel eine wissenschaftliche Studie zu Rate: Demnach lache ein Kind im Kindergartenalter täglich ungefähr 400 Mal. Bei einem Erwachsenen ab 40 Jahren sinke die Zahl plötzlich auf 15. Die Frage, wer am Ende des Tages besser einschläft, erübrigt sich da.

Die Glücksformel für Jedermann

Hinzu komme die wichtige Komponente Anerkennung. Diese erlebt nur, wer etwas leistet, Punkt zwei. Wer dann noch einen liebenswerten Partner und gute Freunde hat, kurz, wer zu lieben weiß, klettert auf der Glücksskala weiter nach oben. Bleibt als letzter Punkt das Lernen, das die Formel vollendet. Letzte Zweifel an den Ausführungen nahm der frei sprechende Redner seinen Zuhörern mit hausgemachten Fallbeispielen aus der eigenen Familie. Da kann eine Kitzelattacke mit dem Sohn reine Wunder bewirken. Hört sich gar nicht so schwierig an? Schmiel ermunterte dazu, Mut zu zeigen, sich die Freiheit für solche Vorsätze zu nehmen und sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Jeder ist eben seines eigenen Glückes Schmiel, schloss er mit gekonntem Wortwitz ab.

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