Rüenkolk erhält sein Bett zurück
Bild: Krogmeier
Die Pläne für die Renaturierung des Rüenkolks in Beckum stellten (v. l.) Constanze Bergeler und Heinz-Josef Heuckmann bei einem Ortstermin auf der Baustelle vor.
Bild: Krogmeier

 Die naturnahe Entwicklung des Rüenkolks, die gleichzeitige Verbesserung des Hochwasserschutzes und die Vergrößerung der Parkanlage am Westteich – das sind die Ziele, die mit der seit dem 20. Februar laufenden Baumaßnahme erreicht werden sollen. Das machten vor Ort Heinz-Josef Heuckmann, Leiter des verantwortlichen Fachbereichs Natur und Umwelt der Stadtverwaltung, und seine Mitarbeiterin Constanze Bergeler im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Auf einer Länge von etwa 800 Metern wird derzeit dem Rüenkolk sein natürliches Bachbett zurückgegeben.

 Was sich derzeit noch als eine Großbaustelle präsentiert, das soll schon Ende Mai als neues Beckumer Schmuckkästchen die Besucher zum Spaziergang einladen. Dann wird der Rüenkolk wieder als Bachlauf in die Werse münden und sein neues Bett in Beschlag genommen haben. Entlang der Schrebergärten wurde zum einen ein zehn Meter breiter Streifen von den Gärten von der Stadt gekauft, um den bisherigen Fuß- und Radweg zu verbreitern und Raum für das neue Bachbett zu schaffen. Zum anderen wurde der an den Hirschgraben angrenzende Garten komplett gekauft und zum Bachlauf umgestaltet.

In den kommenden Wochen müssen nun noch zwei neue Brücken installiert werden. Eines dieser Bauwerke erhält seinen Platz am Fuß- und Radweg, der von der Hammer Straße aus über den Ruenkolk weiter zum Dalmerweg führt. Die zweite Brücke schafft einen Übergang über den Bach kurz vor der Unterführung des Paterwegs. Als Zugang zu den Schrebergärten wird ein zusätzlicher Steg gebaut.

Die beauftragte Beckumer Firma Rottmann GmbH wird die Arbeiten bis Ende Mai zum Abschluss bringen. Die Renaturierung auf dem 800 Meter langen Rüenkolk-Teilstück kostet rund 292 000 Euro. Zu diesem Betrag wird das Land Nordrhein-Westfalen einen Zuschuss in Höhe von etwa 208 000 Euro zahlen. Hinzu kommen noch die Kosten für den Kauf der benötigten Kleingärten.

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