Schlägerei ist schwer aufzuklären
Ein 21-jähriger Beckumer muss sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Tatort war die Straße vor dem kleinen Festzelt eines Hotels in der Stadtmitte Beckums, die Tatzeit der Abend des Weiberfastnachtstages im Februar 2014.

Im allgemeinen Gedränge von Feiernden war die Freundin des Angeklagten angerempelt worden. Vermutlich versehentlich. Im Verlauf der danach entstandenen verbalen Auseinandersetzung soll der Verursacher der Rempelei der jungen Frau ins Gesicht geschlagen haben, als diese ihn zur Rede stellte.

Das jedenfalls behauptete der Angeklagte in der Hauptverhandlung. Er habe seine Freundin daraufhin verteidigen wollen und den vermeintlichen Angreifer ebenfalls geschlagen. Um die Sache nicht weiter eskalieren zu lassen, habe er sich dann zurückziehen wollen. Dabei sei ihm von einem anderen jungen Mann und möglicherweise zwei bis drei anderen der Weg versperrt worden. Er habe sich dagegen mit einem Kopfstoß und einem einzelnen Faustschlag gegen sein unmittelbares Gegenüber zur Wehr gesetzt. Der Getroffene musste darauf im Krankenhaus ärztlich behandelt werden.

Zu erkennen, wie die Geschehnisse sich wirklich ereignet haben, erwies sich am Montag als schwierig. Die Wahrnehmungen und Erinnerungen der Zeugen und des vermeintlichen Täters waren durch den angetrunkenen Zustand aller zur Tatzeit so sehr getrübt, dass deren beachtlich voneinander abweichende Versionen des Hergangs kein klares Bild zuließen.

Die Verhandlung wurde zunächst unterbrochen und wird am 27. Oktober mit der Befragung weiterer Zeugen fortgesetzt.

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