Schülerzahl bringt vier Parallelklassen
Die neue Mensa an der Sekundarschule in Beckum wird fertiggestellt sein, wenn die 96 angemeldeten neuen Schüler im kommenden Schuljahr in die vier neuen Klassen gehen.

Folgerichtig wird die Stadtverwaltung nun einen Antrag an die Bezirksregierung in Münster stellen, um die Erweiterung auf vier Züge verankern zu können.

Während der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses hat es am Donnerstagabend keinen Zweifel daran gegeben, dass die Sekundarschule künftig auf vier Züge erweitert wird. In jedem Schuljahr werden also parallel vier Klassen laufen. Einstimmig votierten die Kommunalpolitiker dafür und für die Stellung des erforderlichen Antrags an die Bezirksregierung.

„Alle bisher angenommenen demografischen Entwicklungen sind auf den Kopf gestellt“, machte Mechthild Cappenberg, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Freizeit, während der Sitzung deutlich. Sei man im November 2012 bei der Errichtung der Sekundarschule noch davon ausgegangen, dass die Schule dreizügig zu führen sei, habe sich in den vergangenen drei Jahren gezeigt, dass die Sekundarschule verstärkt Kinder aus anderen Systemen aufnehmen musste. Gründe seien, dass ein Besuch des Gymnasiums für Kinder nicht mehr in Frage kam, dass die Gesamtschule ihre Aufnahmekapazität erreicht hatte, oder dass viele Hinzugezogene beschult werden müssen. So habe durch die Flüchtlinge seit Anfang August 2015 die Zahl der Schüler mit nichtdeutscher Herkunft rapide zugenommen.

Folge: In jedem Schuljahr seit der Gründung laufen vier Klassen. Und in der 2013 eingeschulten Jahrgangsstufe gibt es inzwischen sogar fünf Parallelklassen. Ab kommendem Schuljahr werden voraussichtlich 427 Kinder die Sekundarschule, die als inklusive Ganztagsschule geführt wird, in den Jahrgängen fünf bis acht besuchen. In den beiden kommenden Jahren werden allerdings noch einmal acht Klassen hinzukommen – vorausgesetzt die Vierzügigkeit wird genehmigt.

Zumindest im kommenden Jahr reicht das Raumangebot noch aus, da vier Klassen der auslaufenden Realschule, sie ist im gleichen Gebäude untergebracht, entlassen werden. Mittelfristig wird die Erweiterung auf vier Züge allerdings zu Raumproblemen führen. Hier sind neue Konzepte zu erarbeiten.

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