Schulze ehrt Leitbetrieb Biodiversität
Christoph Tentrup-Beckstedde (Mitte) und Lothar Stumpenhorst (2. v. r.) wurden während der Internationalen Grünen Woche für ihren Einsatz zum Erhalt der Artenvielfalt von Bundesministerin Svenja Schulze (rechts) mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Die Jury aus Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes, der Imker, Wissenschaft und Sponsoren belohnte 15 Jahre Einsatz zum Schutz von Insekten und Niederwild mit Uferrandstreifen, Blühflächen, Schwarzbrachen, Tümpeln, Totgehölz und Obstbäumen.

Die beiden Neubeckumer gehören zu den Landwirten der ersten Stunde, die sich in dieser Weise für den Naturschutz stark machen. „Dabei wurden wir zuerst belächelt“, berichteten sie nach ihrer Rückkehr von der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Inzwischen hätten sie viele andere Landwirte überzeugen können. Die anfänglichen Maßnahmen hätten eigentlich der Verbesserung der Situation für Rehe und Hasen gegolten. Dabei sei deutlich geworden, dass der Effekt für die Vogel- und Insektenwelt weit größer gewesen sei. Die Beharrlichkeit der beiden Landwirte hat sich im Sinne einer biologischen Vielfalt am Harberg also ausgezahlt.

Bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin wurden Stumpenhorst und Tentrup-Beckstedde von Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, geehrt. Und kehrten mit Pokal und Urkunde zurück. Von dem Sonderpreis hätten sie keine Ahnung gehabt, als sie bei der Preisverleihung mit 130 Mitbewerbern gleich zu Beginn auf die Bühne gebeten worden seien. Von einer großen Menge Saatgut für weitere Blühstreifen, ebenfalls Bestandteil des Preises, sollen auch die Nachbarn profitieren. Denn Überzeugungsarbeit steht weiterhin ganz oben auf der Agenda der Betreiber des „Leitbetriebs Biodiversität“.

Höhepunkte in Berlin seien der NRW-Empfang der Landwirtschaftskammer am Vortag sowie der Sektempfang im Anschluss an die Siegerehrung gewesen, berichteten die Betreiber der Harberg KG abschließend.

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