Sensible Begleitung auf dem letzten Weg
Bild: Biefang
Einen Einblick in die ehrenamtliche Hospizarbeit und Begleitung gaben (v. l.) Magdalena Schmülling-Hoppe, Hanni Breuer und Vahide Schütz im Gespräch mit der „Glocke“. Sie hoffen, dass sich viele Teilnehmer für einen Vorbereitungskursus ab dem 4. September in Beckum anmelden.
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Dieser bietet einen ersten Einblick in die Aufgaben einer ehrenamtlichen Betreuungsperson. Teilnehmer setzen sich persönlich mit den Anliegen und Bedürfnissen von Menschen in solch schweren Lebenslagen auseinander. Außerdem werden die grundsätzlichen Anliegen der Bürgerbewegung erläutert. Veranstaltungsort ist das Evangelische Gemeindehaus An der Christus-Kirche 3 in Beckum. Der Kursus findet immer dienstags statt und beginnt am 4. September.

Mehr als 300 Ehrenamtliche engagieren sich bei der der Hospizbewegung im Kreis Warendorf, 180 von ihnen in der ambulanten Begleitung. Bei den regelmäßigen Besuchen verbringen die Helfer Zeit mit den zu betreuenden Menschen, unternehmen je nach Wünschen und Bedürfnissen etwas mit ihnen, reden und hören zu. „Die Vertrauensbasis muss da sein“, betont Magdalena Schmülling-Hoppe. Dann spüre man schnell, dass die gemeinsame Zeit beiden gut tue.

Umgang muss man lernen 

Sich selbst zurückzunehmen, zuzuhören und Ruhe auszustrahlen, hört sich einfach an. Doch das Team der Hospizgruppe Beckum weiß, dass man diese Verhaltens- und Umgangsformen lernen und verinnerlichen muss – gerade in einer solch schweren Lebensphase und Ausnahmesituation für die betroffene Familie.

In der Sterbephase unterstützen die ehrenamtlichen Helfer die gesamte Familie. Bild: dpa

Teilnehmen kann an dem Kursus prinzipiell jeder. Hanni Breuer, die den Kursus begleitet, empfiehlt, in sich hineinzuhorchen und herauszufinden, wie man nur auf das Wort „Hospiz“ reagiert.

So kann es auch vorkommen, dass Teilnehmer den Kursus abbrechen, weil sie mit der Gesamtsituation in dieser Weise nicht umgehen können.

Schließlich setzen sich auch die Betreuer zwangsläufig mit dem Tod auseinander. Der Hospizbewegung geht es gerade darum, Abstand von diesem Tabu-Thema zu nehmen und den Begriff „Hospiz“ ins Leben zu bringen, wie Magdalena Schmülling-Hoppe ausführt.

„Tätigkeit hat mir gut getan“

Eine Erfahrung, die auch Vahide Schütz gemacht hat, als sie den Vorbereitungskursus in die ehrenamtliche Hospizarbeit und Begleitung besucht hat. Nach einem Todesfall in der Familie spürte sie das Bedürfnis, weiter für Menschen in der Sterbephase da zu sein. „Die Tätigkeit hat mir gut getan“, sagt sie rückblickend.

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