Soestkamp erhält ein neues Gesicht
Bild: Krogmeier
Die Reste der alten Kanal-Hausanschlüsse zeigen (v. l.) Heiko Neumüller und Jörg Ruda von der Firma Pollmann deutlich die Notwendigkeit einer Sanierung an.
Bild: Krogmeier

Nachdem die Asphaltdecke der Straße abgefräst und die Seitenhochborde aufgenommen waren, haben sich die Mitarbeiter der beauftragten Firma Pollmann an die Erneuerung der Hausanschlüsse gemacht. Auf einer Straßenseite sind diese bereits fertiggestellt, auf der südlichen Seite starten diese Arbeiten heute. „Wir werden die Straße komplett neu aufbauen“, erläuterte Heiko Neumüller, im Fachdienst Tiefbau der Stadtverwaltung für dieses Projekt verantwortlich, die laufenden Bauarbeiten.

Nach Abschluss des Kanalbaus werden Schottertragschicht, Asphalttragschicht und schließlich die Asphaltdecke aufgebracht. Dass „Im Soestkamp“ künftig als eine Einbahnstraße in Richtung Lippborger Straße zu befahren sein wird, spiegelt sich in der Einteilung der Fläche wider. Es gibt hier demnächst eine asphaltierte Fahrbahndecke, einen grau gepflasterten Gehweg an der in Fahrtrichtung linken Seite und einen anthrazit gepflasterten Parkstreifen an der rechten Seite.

Wie später auch bei der Kettelerstraße und Brinkmannstraße, die beide im zweiten Bauabschnitt im Jahr 2016 ausgebaut werden, wird „Im Soestkamp“ zu einer Tempo-30-Zone.

Kanal wird komplett erneuert

Die Erneuerung des Kanals ist einer der Schwerpunkte im Baupaket für die Straße „Im Soestkamp“ in Beckum. Dass dafür im Kostenplan lediglich 76 000 Euro eingeplant werden mussten, hat seinen Grund in der von der Stadt ausgewählten Bauweise: Das sogenannte Inliner-Verfahren kommt hier zum Tragen. Dabei wird von der beauftragten Firma OWL-Kanaltechnik in das alte Betonrohr ein Kunststoffrohr eingezogen. „Dadurch wird auch die Fließgeschwindigkeit im Kanal deutlich besser“, stellte Heiko Neumüller auf der Baustelle im Gespräch mit der „Glocke“ fest. Dass in einem Abwasch auch alle Hausanschlüsse, die aus den 50er-Jahren stammen, erneut werden, versteht sich von selbst.

Für den Bau der Straße fallen Kosten in Höhe von 325 000 Euro an. Hinzu kommen weitere Ausgaben für die Erweiterung der Beleuchtung (19 000 Euro), die benötigten Ingenieurleistungen (25 000 Euro) sowie die eingesetzte Sicherheits- und Gesundheitskontrolle (4000 Euro). Zu den Gesamtkosten in Höhe von knapp 450 000 Euro gibt es einen Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 86 700 Euro. 130 000 Euro müssen von den Anwohnern im Rahmen der anfallenden Anliegerbeiträge getragen werden.

Die Baumaßnahmen sollen komplett bis zum 30. November abgeschlossen sein. Nach diesem ersten Bauabschnitt stehen für das Jahr 2016 der Ausbau der Kettelerstraße und der Brinkmannstraße auf dem Arbeitsplan. Die Umgestaltung aller drei Straßen ist ein Bestandteil des integrierten Maßnahmenkonzepts Innenstadt. Aus diesem Grund fließen auch Landeszuschüsse in das Stadt-Säckel.

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