Staatssekretär besucht Mütterzentrum
Lobten unisono die Arbeit des Mehrgenerationenhauses: (v. l.) Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, Reinhold Sendker (MdB), Staatssekretär Dr. Hermann Kues, Stellvertretende Bürgermeisterin Resi Gerwing mit Beate Baldus und Lisa Heese vom Mütterzentrum.

Und das gelte sicher auch für das Mütterzentrum in Beckum, wie der CDU-Politiker  am Montag bei einem Besuch der Einrichtung an der Wilhelmstraße erklärte. Begleitet wurde er dabei vom Fraktionskollegen Reinhold Sendker,  von Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann sowie dessen Stellvertreterin Resi Gerwing.

Kues unterstrich in seinem Eingangsstatement insbesondere die Notwendigkeit, sich gesellschaftlich auf den demografischen Wandel einzustellen. Dies gelinge nur, wenn Netzwerke aufgebaut werden könnten, um die Versorgung und Betreuung älterer Menschen sicherzustellen. Mit den Gastgeberinnen Lisa Heese und Beate Baldus vom Mütterzentrum teilte Kues die Einschätzung, dass in zunehmend mehr Fällen die räumliche Entfernung zwischen den Wohnorten von Senioren und ihren Angehörigen den Bedarf an Zuwendung erhöht. Dies könne gelingen, wenn die Kommunen und namentlich die Mehrgenerationenhäuser einbezogen würden. „Wir müssen sorgende Gemeinschaften fördern“, unterstrich der Staatssekretär die Notwendigkeit, im Bedarfsfall traditionell familiäre Strukturen zu ersetzen. Er verwies darauf, dass bundesweit 15 000 freiwillige Helfer ihren Dienst in Mehrgenerationenhäusern versehen und unterstrich, dass er selbst sehr viele dieser Einrichtungen kennen gelernt hat. „Sie sind alle etwas unterschiedlich“, bilanzierte Kues, der als gemeinsamen Nenner das Ehrenamt und dessen hohen Wert für die Gesellschaft hervorhob.

Wie sich das Mütterzenrtum in Sachen Seniorenarbeit aufstellt, erklärten Leiterin Lisa Heese und Beate Baldus als neue Leiterin des Besuchs- und Betreuungsdienstes für Senioren dem Gast aus Berlin. Zuvor hatte sich Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann erfreut über die Ankündigung gezeigt, dass die zunächst bis 2014 befristete Förderung des Mehrgenerationenhauses nicht in Frage stehe.

Aktuell finanziert der Bund die Einrichtung mit 30 000 Euro pro Jahr, 10 000 Euro steuert die Stadt bei. Um die Bundesbeteiligung auch künftig zu sichern, bedarf es nach Ansicht von Reinhold Sendker unter Umständen einer Neudefinition der Schwerpunktsetzung bei der Projektförderung, um verfassungsrechtliche Hürden bei der Berliner Unterstützung zu umgehen. Auch nach Ansicht des Abgeordneten wird die Arbeit mit älteren Menschen dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Die steht im Mütterzentrum Beckum unter dem Arbeitstitel „SOS: Senioren ohne Sorgen“, wie Beate Baldus erklärte. Besuchsdienst, alltagsunterstützende Angebote, Erstberatung und Einschätzung des individuellen hilfebedarfs sowie die Koordination von Hilfen und Maßnahmen gehören zu den Modulen des Konzepts. Auch wenn sich das Angebot weiterentwickelt: der Besuchs- und Betreuungsdienst unter dem Dach des Mütterzentrums kann auf eine vergleichsweise lange Geschichte zurückblicken. Er existiert bereits seit dem Jahr 2004, wie der Staatssekretär erfuhr, bevor er durchs Haus geführt wurde.

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