Stadt beim Frühjahrsputz vom Müll befreit
Bild: Himmel
Startschuss zur Aktion „Beckum putzt sich raus“ am Jugendtreff „Altes E-Werk“: (v.l.) Christian Lemke (Leiter Eigenbetrieb Städtische Betriebe Beckum), Guido Becker, Martin Mütherich (CDU), Heinz-Josef Heuckmann (Fachdienst Natur und Umwelt), Lea Strothmann, Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, Elmar Liekenbröcker (Fachdienst Recht und Ordnung) , Tobias Tarner (FDP), Henrik Tarner und Rudolf Meyer (Fachbereich Recht, Sicherheit und Ordnung) packten kräftig mit an.
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„Klar, für die Entsorgung dieser Materialien muss der Bürger normalerweise bezahlen“, wunderte sich der Leiter des Eigenbetriebs Städtische Betriebe Beckum nicht über diese Art der Entsorgung auch im Naturschutzgebiet. 20 Standorte hatte man mit Fahrzeugen des Bauhofs angefahren, um 800 fleißige Bürger von ihrem zusammengetragenen Gerümpel und Abfall zu befreien.

 In Neubeckum habe man sogar einen Kühlschrank im Gestrüpp entdeckt, erklärte Lemke im Gespräch mit der „Glocke“. Zum siebten Mal in Folge krempelten Privatpersonen, Landwirte, Schüler, Kindergartenkinder, sowie Mitglieder aus Vereinen, Verbänden und Parteien die Ärmel hoch, um Beckum aufzuhübschen.

 Den Startschuss vorm Ausschwärmen in alle Himmelrichtungen gab in Beckum Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann am Jugendtreff „Altes E-Werk“. In Neubeckum machte man sich vom Rathaus aus auf den Weg, während sich die Vellerner am Kalkofen und die Roländer am Bürgerzentrum versammelten. Dass vorher Müllbeutel und Gummihandschuhe ausgegeben worden waren, stellte sich als Segen heraus.

 Unappetitlicher konnten die Hinterlassenschaften einiger Mitbürger an Wegrändern, auf unbebauten Flächen oder am Straßenrand nicht sein. „Das ist Umweltverschmutzung“, stellte Julia Deutmeyer während einer Reinigungsaktion an der Elisabeth-Selbert-Straße entrüstet fest. Die Grundschülerin verstand absolut nicht, dass Erwachsene Schaumstoffmatratzen und Plastikrohre einfach so ins Gelände werfen konnten. Warum man die eigenen Kinder mit in die Arbeit einband, erklärte Christian Fischer vor Ort als erzieherische Maßnahme.

So dachte auch Marie-Theres Gertimholte, die in Neubeckum mit ihren Patenkindern Florian und Patrick unterwegs war. Über kleine schwarze Tüten mit Hundekot ärgerten sich die Aktiven während ihrer Aufräumaktion rund ums Neubeckumer Freibad. Von Stacheldraht und herumliegenden Flaschen befreite die BUND-Gruppe um Irmgard Hoppe das Terrain des Hellbachs erfolgreich.

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