Stadt sucht nach Wohnbaugrundstücken
Baulücken, wie hier am Ostwall, gibt es noch viele zu schließen im Beckumer Stadtgebiet.

 Daran, dass dies im Sinne der Stadtentwicklung sinnvoll ist, besteht kein Zweifel, wie Thorsten Herbst (Bild), zuständiger Fachbereichsleiter, im Ausschuss für Stadtplanung und Demografie deutlich machte. Lediglich 17 Grundstücke kann die Stadt selber noch anbieten. Höchste Zeit also, sich nach weiteren Flächen umzusehen. In den Blick kommen dabei zunächst die stadtweit 396 Baulücken, die unmittelbar bebaubar wären. 80 Prozent dieser Grundstücke sind jedoch in Privathand, nur etwa fünf Baulücken kommen jährlich auf den Markt. Zu wenig, um die Nachfrage zu decken. Also werden auch Nachverdichtungsflächen in die Betrachtung einbezogen. Acht Stück hat die Stadtverwaltung ausgemacht, die vorrangig einer Bebauung zugänglich gemacht werden sollten. Der für die kommenden fünf Jahre errechnete Bedarf von 225 neuen Bauplätzen könnte zum größten Teil in diesen Gebieten gedeckt werden. Die Verwaltung geht von einem Potenzial von 183 Grundstücken aus. Außerdem kommt zur Generierung von Bauland auch die Beanspruchung von Flächen am Siedlungsrand, von Brachflächen sowie von Umnutzungsflächen in Frage. Da die Nachverdichtungsflächen den im Ortsteil Beckum anteilig hohen Bedarf binnen fünf Jahren nicht vollständig zu decken vermögen, möchte die Stadt auch den Siedlungsrand zwischen Oelder und Neubeckumer Straße auf seine Eignung prüfen. Die Vorgehensweise bei der Bereitstellung von Wohnbauflächen wird der Rat am 8. September beschließen.

Folgende Nachverdichtungsflächen hat die Stadtverwaltung im Rahmen einer ersten Analyse als Reserve zur Generierung von Wohnbauflächen genannt:

Augustastraße, Roland.

Bestehender Bebauungsplan N 67 „Vellerner Straße“ in erster Priorität für Neubeckum.

Fläche an der Kaiser-Wilhelm-Straße in zweiter Priorität für Neubeckum.

Fläche im Bereich „Südring“ in erster Priorität für Beckum.

Parallel zu diesen Bereichen soll künftig auch die Entwicklung folgender kleinerer Flächen zu Wohngebieten vorangetrieben werden:

„Südlich Schillerstraße“ in Neubeckum,

Ehemaliger Plus-Markt zwischen Franken- und Germanenstraße,

Grottkauer Straße / Rote Erde in Beckum und

Spielplatz Wagenfeldstraße in Beckum.

Gegenwärtig hat die Stadt noch Bauplätze in den Gebieten Pflaumenallee-Ost (7), Vellerner Straße (5) und Langes Land (5) zu vergeben. Die acht Nachverdichtungsflächen, die die Stadt vorrangig nutzen möchte, weisen ein Potenzial von insgesamt 270 Bauplätzen auf.

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