Stadt will am Busbahnhof nachbessern
Bei Sonnenschein kein Problem, bei Regen schon eher: Unterm Dach des Busbahnhofs wird es mitunter ungemütlich feucht.

Mit dieser Botschaft  überraschte Fachbereichsleiterin Brigitte Janz, bei der Stadt für Bauangelegenheiten verantwortlich, am Mittwoch die Mitglieder des Fachausschusses.

Wind- und Regenschutz unter dem kühn geschwungenen Betondach der Busstation reichen offenkundig nicht aus. Das, so erklärte Janz im Ausschuss, hat ein Bürger festgestellt und der Stadt mitgeteilt. Das Problem besteht wohl darin, dass das Schutzdach über dem Bussteig aus ästhetischen Gründen durchbrochen ist. Da zudem die Überdachung recht hoch über der Wartezone angebracht ist, kommt es laut Schilderung der Verwaltung vor, dass bei Wind und Regen Nässe unter das Dach schlägt.

Dem Hinweis des Informanten, der nach Janz’ Worten immer mal wieder Tipps für die Stadtverwaltung bereithält, hat man im Rathaus ernst genommen. So ernst, dass eine Haushaltsstelle gebildet wurde, um Nachbesserungen durchführen zu können. Die sind laut Verwaltung auch bereits mit dem seinerzeit beauftragten Architekturbüro aus Soest vorbesprochen worden. 25 000 Euro sind dort für „Auszahlungen für Straßen- und Stadtmobiliar, Wartehäuschen und Pflanzenhochbeete“ im Bereich Busbahnhof eingeplant.

 Der umgehend gestellten Frage, ob die Planer für die unzureichende Funktionalität nicht in Regress genommen werden können, entgegnete Janz, dass das nicht möglich sei. „Die haben ja ganz genau das gebaut, womit Sie sie beauftragt haben“, hielt die Fachbereichsleiterin den Politikern entgegen. Der Busbahnhof war nach 14-monatiger Bauzeit im Juli 2013 eingeweiht worden. Die Kosten lagen mit knapp 1,4 Millionen Euro rund 200 000 Euro höher als veranschlagt.

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