Startschuss für ein Modellprojekt
Bild: Grünebaum
Grünes Licht für die  Zusammenarbeit der Bauhöfe der Stadt Beckum und des Kreises Warendorf hat der Betriebsausschuss gegeben. Das Bild zeigt den Beckumer Bauhof.
Bild: Grünebaum

Wenn jetzt noch der Rat nächste Woche Mittwoch grünes Licht gibt, steht dem Modellprojekt „Interkommunaler Bauhof“ in Beckum nichts mehr im Wege. Was sich hinter dem sperrigen Wort verbirgt, ist leicht erklärt: Die Stadt Beckum will mit dem Kreis Warendorf zusammenarbeiten und die beiden Bauhöfe räumlich zusammenlegen. Die drei Standorte des Eigenbetriebs „Städtische Betriebe Beckum“ mit dem Bauhof an der Vorhelmer Straße, der Gärtnerei an der Sternstraße und der Gärtnerei an der Ennigerloher Straße sollen zusammengelegt werden.

An der Neubeckumer Straße 67 ist der Neubau eines Baubetriebshofes geplant. Die Baukosten dafür betragen ungefähr 2 500 000 Euro ohne Zusatz-Investitionen für die Zusammenlegung mit dem Kreis Warendorf. Damit ergibt sich ein Kreditbedarf unter Berücksichtigung der notwendigen Grundstücksgeschäfte für die Stadt Beckum in gleicher Höhe. Einstimmig sprach sich das Gremium für diese Planungen aus.

Grundstückverhandlungen der Knackpunkt

Knackpunkt für den Fortschritt des Projektes ist der Verkauf des Grundstückes des Bauhofes an der Vorhelmer Straße. „Die Verträge sind bereits notariell unterzeichnet“, sagt Christian Lemke, Leiter des Eigenbetriebs Städtische Betriebe Beckum Argumente für eine räumliche Zusammenlegung der Bauhöfe lieferte Dr.-Ing. Jakob Breer, Sachgebietsleiter des Ahlener Instituts für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management. Sein Fazit: Unterm Strich ergebe sich eine Reduzierung des laufenden Aufwands für jede Partei um ungefähr 100 000 Euro pro Jahr. Die Stadt Beckum erhofft sich eine Optimierung der Betriebsabläufe.

Das Grundstück an der Neubeckumer Straße sei vom Zuschnitt ideal geeignet, um die Gebäude und Hallen optimal anordnen zu können, heißt es in der Beschlussvorlage. Ein Neubau ermögliche zudem die Überprüfung der Betriebsabläufe. Unter anderem könne der Einsatz regenerativer Energien ausgebaut werden. Was das Personal angeht, könnte durch die Zusammenlegung der Gärtnereien mit dem Zentral-Bauhof ein verstärkter Austausch stattfinden. Zu konkreten Arbeitsabläufen bei der Zusammenarbeit mit dem Kreis könne man aber noch nichts sagen, räumte Dr. Karl-Uwe Strothmann ein: „So weit sind wir noch nicht.“

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