Straßen- und Kneipenkarneval fallen aus
Archivfoto: Paweltzik
Keine Umzüge, keine bunten Kostüme, kein neuer Prinz: Der Karneval, wie man ihn in Beckum kennt, fällt in der kommenden Session aus.
Archivfoto: Paweltzik

 „Es gibt keine Möglichkeit, den Karneval in der Form, wie wir ihn kennen, sicher zu feiern“, erklärte Wolfgang Krogmeier, Präsident der Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“ am Samstag im Gespräch mit der „Glocke“. Nachdem die Landesregierung am Freitag bekanntgegeben hatte, dass der Straßenkarneval in der kommenden Session aufgrund der Corona-Krise nicht wie gewohnt gefeiert werden kann, haben sich die Verantwortlichen der Dachgesellschaft schweren Herzens dazu entschlossen, einen für die Püttstadt harten, aber dennoch unerlässlichen Schritt zu gehen: Sowohl der Weiberkarneval, der Rosenmontagsumzug als auch die Stadtübergabe und der Kneipenkarneval an Klingeldienstag fallen aus.

Thomas I. Kleinekemper bleibt Tollität

Auch der 11.11, der offizielle Auftakt des närrischen Treibens, wird Krogmeier zufolge nicht wie gewohnt stattfinden. In welcher Form die Schlüsselübergabe über die Bühne gehen könne, werde man prüfen, betonte er. Denn ebenfalls schon jetzt steht fest: Es wird keine neue Tollität geben. „Ohne eine richtige Session ist das nicht angemessen“, erklärte der Präsident. Das hat zur Folge, dass es weder eine Proklamationssitzung noch einen Prinzenempfang geben wird. Thomas I. Kleinekemper bleibt also ein weiteres Jahr im Amt. Viele Termine wird der Würdenträger wohl ohnehin nicht zu bewältigen haben. Sollte seine Präsenz aber gefragt sein, stünde er zur Verfügung, erklärte Krogmeier. Dazu habe sich der Stadtprinz bereiterklärt.

Wagenbau hatte noch nicht begonnen

Was die Planungen für die Session angeht, so dürfte die Absage nicht allzu viele Verluste bringen. Denn von vorne herein habe festgestanden, dass erst in der Sitzung am 8. Oktober, zu der alle 23 Karnevalsvereine eingeladen sind, eine Entscheidung über die Durchführbarkeit des Karnevals getroffen werde. „Wir werden über die Möglichkeiten diskutieren“, sagte Krogmeier. Was die Sitzungen angehe, so werde man überlegen müssen, was coronabedingt möglich ist. „Absagen können die Gesellschaften ihre Veranstaltungen nur selbst“, betonte der Präsident.  Etwa zwölf Themen für Rosenmontags-Wagen lägen der Dachgesellschaft schon vor, doch mit dem Bau begonnen habe noch kein Verein, erklärte Krogmeier.

Neuer Prinz stand schon fest

Das Programm für die Proklamationssitzung war schon in trockenen Tüchern. Auch der Prinz stand schon fest. Der soll nun, sofern nichts dazwischen kommt, im Jahr 2022 vor seine Narren treten. Die haben dann feiertechnisch sicherlich Nachholbedarf.

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