TSC-Tänzerinnen debütieren bei Gardefest
Die Tanzgarden des TSC Rot-Gold hatten ihre Premiere beim Gardefest.

Denn was gilt allezeit? „Uppe Wacht!“ Einen Elferrat hat die Stadtwache ebenso wenig wie einen schon vor dem Fest ausgewählten Prinzen. Dafür aber einen total gut aufgelegten Christopher Lehrke, der jede Minute der Sitzung fest in der Hand hatte. Er begrüßte gleich zu Beginn des Abends das Präsidium der Dachgesellschaft mit Wolfgang Krogmeier, Marc Lillmanstöns und „Kater“ Heinz-Josef Dinter.

Natürlich erklang beim Besuch auch das Lied von der Speckmannsgasse. Dabei bewies Jule Dreisewerd, Tanzmariechen der Stadtwache, im Trio mit Sarah Merkentrup und dem Kater, dass sie nicht nur perfekt tanzt, sondern auch singen kann. Die Tanzgarden des TSC Rot-Gold Neubeckum zeigten bei ihrer Premiere bei der Stadtwache, dass dieser Auftritt mehr als nur eine Nachbarschaftshilfe bedeutete. Die Gruppe Bonsai, seit 2002 feste Größe in der Beckumer Karnevalsmusik, kommentierte Aktuelles aus der Stadt von den Platanen bis zum Thema Kneipensterben.

Zum Thema Prinz bei der Stadtwache ist festzustellen: Natürlich haben die Blauröcke auch in diesem Jahr einen. Günther Wille heißt das närrische Oberhaupt, das „von den Socken war“ – so plötzlich traf ihn mit seiner Ehefrau Anne die Wahl. Markus Riedler besang die Anfänge der Alten Beckumer Stadtwache mit der wiederholten Warnung „Ihr Mädchen, habt acht vor den Blauen!“ Er sollte es wissen. Er ist selbst einer.

Wie schon Bonsai beleuchteten auch die drei Schlawiner Hans Jürgen Lehrke, Norbert Niehüser und Rolf Brinkmann humoristisch die Ereignisse des vergangenen Jahres in Beckum. Da ging es nicht ohne Seitenhiebe auf die Nachbarstädte in der karnevalistischen Diaspora ab. Aber auch Internes blieb nicht unkommentiert, so wie die Schließung von Radio Elisabeth, das Baumsterben auf dem Marktplatz oder der Zustand des Bahnhofs in Neubeckum. Nach wie vor ist „Wir trinken Bier“ ein Höhepunkt im Programm des Trios. Die Tanzgarde der KG „Uns geht die Sonne nicht unter“ vollendete den Reigen, den der TSC Neubeckum eröffnet hatte. Die Tänzerinnen zeigten mit Schwung und Anmut, dass Beckums Gardetanz ein hohes Niveau hat.

Den Übergang zwischen dem offiziellen Programm des Abends und dem tänzerischen Ausklang des Gardefests schafften mit Glanz „Tinnef und Urt“ nach einem fast vierstündigen Schauprogramm. Von Müdigkeit bei den Gastgebern keine Spur. Die waren nach wie vor feierlustig und unverdrossen „uppe Wacht“.

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