Tagesmütter und Kinder zusammenbringen
Linus und Tagesmutter Heidi Schulze treffen sich gerne mit der Gruppe in der Kita Goldbrede. Auch für das Sozialverhalten der Kinder sind die Termine wichtig.

Voll konzentriert zieht sich Mayke an der Turnmatte hoch. Sie balanciert ein paar Schritte den Rand entlang und springt. Mitten hinein in die Fluten aus bunten Bällen. Aufmerksam schaut Mieke ihrer zweijährigen Spielgefährtin zu. Auf Bobbycars und Dreirädern rollen die Kleinkinder durch die Turnhalle, bauen Bausteintürme und wühlen sich durchs Bällchenbad. Am Beckenrand sitzen an diesem Mittwoch Melanie Zeller, Ariane Helmdach und Elke Müller. Dass die Tagesmütter hier einen festen Treffpunkt haben, verdanken sie einer Kooperation.

„Gestartet sind wir vor einem Jahr“, erklärt Doris Peglow, Leiterin der Einrichtung. Sie war es, die zum Telefonhörer griff und dem Mütterzentrum die Zusammenarbeit vorschlug. Denn: „Wir haben die Räume und möchten, dass die Betreuer gut miteinander vernetzt sind“, sagt Peglow. Die Treffen tun offenbar allen Beteiligten gut. Sind unter den Kleinen etwa „Einzel-Tageskinder“, können sie bei den regelmäßigen Terminen Gemeinschaft mit Gleichaltrigen erleben. „Die sozialen Kontakte sind für die Kinder sehr wichtig“, erklärt Tagesmutter Heidi Schulze. Auch sie ist in der Turnhalle mit dabei. Allerdings ist sie gerade an der Bausteinkiste gefragt, stapelt mit Linus bunte Klötze aufeinander.

Dass die Nähe zu ihren Kolleginnen und den Kindern wichtig ist, bestätigt Elke Müller. Zwar betreut sie aktuell kein Kind, doch hält sie in dieser Übergangsphase den Kontakt zur Gruppe. Nicht zuletzt aus einem Grund, der ebenfalls für die Kooperation spricht: „Wenn sich alle Kinder und Tagesmütter kennen, kann man sich auch schon mal gegenseitig im Krankheitsfall aushelfen“, sagt Elke Müller.

Sehr zufrieden blickt Brigitte Bublies-Tielker vom Mütterzentrum auf die Kinder, die munter durch die Turnhalle toben. „Wir haben den Auftrag, die Tagesmütter zu schulen, zu unterstützen und zu vernetzen“, sagt sie. Nicht zuletzt durch die Kooperation mit der Awo-Kita funktioniere das hervorragend. Dieses Miteinander der Betreuungseinrichtungen sei vom Land zwar ausdrücklich gewünscht, doch längst nicht selbstverständlich. Zwischen fünf und zehn Frauen mit ihren Betreuungskindern treffen sich mittwochs im Schnitt. Dass sie von den Treffen profitieren, zeigt wie vertraut sie miteinander umgehen. Doch auch Eltern und Erzieherinnen der Kita haben jetzt ein konkreteres Bild dieser Betreuungsart.

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