Theaterprojekt bringt Bühnenspaß
Bild: Krogmeier
Vor dem Beckumer Stadttheater, in dem im September die Premiere des Theaterstücks geplant ist, überreichte die Volksbank die Spende. Unser Bild zeigt (v. l.) Bernd Fernkorn, Ludger Bals, Stefan Hoffmann, Günter Burchert, Karin Burtzlaff, Dirk Komitsch und Hubert Stratmann.
Bild: Krogmeier

Behinderte und nichtbehinderte Menschen, die sich ein gemeinsames Ziel gesetzt haben, sind an Bord: Im September soll auf der Bühne im Beckumer Stadttheater die Premiere für das Stück „Die Legende vom Ozeanpianisten“ stattfinden. Der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte „Fuer-ein-ander“ und die Kulturinitiative Filou haben zum ersten Mal ein gemeinsames Projekt in Angriff genommen.

Seit gut einem halben Jahre proben 25 Teilnehmer Woche für Woche am Donnerstagabend im Stadttheater auf den Bühnenbretter, die bekanntlich die Welt bedeuten, um für die Zuschauer ein professionelle Theaterproduktion zu erarbeiten. Dabei sind 15 Menschen mit Behinderungen. Sie machen dabei völlig neue Erfahrungen und erleben ein nicht nur für sie spannendes Projekt mit. Die ersten Hemmschwellen überwinden, sich an die Bühne und den Zuschauerraum gewöhnen, das liegt lange hinter dem Ensemble.

Mit Blickrichtung auf die Premiere im September wird Woche für Woche zielgerichtet und professionell im Stadttheater geprobt. „Das Projekt ist eine Herausforderung für alle“, machte Karin Burtzlaff, Vorsitzende von „Fuer-ein-ander“ und von Filou, im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Das Proben der Abläufe sei dabei alles andere als Routine, genau das mache für alle Beteiligten den besonderen Reiz aus.

„Wir wollen eine richtig große Produktion auf der Bühne des Stadttheaters inszenieren“, Günter Burchert, er steht im Stück als Erzähler, der den roten Faden der Geschichte spinnt, im Fokus, verwies auf die professionelle Arbeit, die im Rahmen des Projekts geleistet wird. Und er verriet etwas vom Inhalt des Stücks, in dem es um ein ausgesetztes Kind geht, das auf einem Ozeandampfer aufwächst und nie von Bord geht - bis schließlich das Schiff außer Dienst gestellt wird.

Spende sichert Vorstellungen

Bis im September die Premiere im Stadttheater beginnen kann, liegt noch viel Probenarbeit vor den 25 Akteuren und ihrer Regisseurin Bianca Austermann. Und um die Theatervorstellungen professionell darbieten zu können, benötigten die beiden Kooperationspartner „Fuer-ein-ander“ und Filou natürlich auch eine finanzielle Ausstattung. Hier sind den beiden Vereinen die Sorgen genommen worden, denn gestern überreichten die beiden Volksbank-Vorstände Dirk Komitsch und Stefan Hoffmann einen Scheck zur Förderung des integrativen Projekts. Mit dem gespendeten Betrag in Höhe von 3000 Euro kann unter anderem die benötigte Technik finanziert werden.

„Das ist für eine professionelle Aufführung unbedingt erforderlich“, dankte Karin Burtzlaff für die großzügige Unterstützung durch die Volksbank. Die Produktion sei damit finanziert. Die Eintrittsgelder erhält die Kulturinitiative Filou für ihre Arbeit

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