Tiere impfen, um Leben zu retten
Bild: Wille
Vierbeiner impfen lassen und dabei etwas Gutes tun: Dazu lädt das Team der Kleintierpraxis auf Boyenstein in der Beckumer Bauerschaft Holter für den 8. Mai ein. Das Bild zeigt (v. l.) Sabine Schulte-Ludwig, Anna Schulze Eckel und Maike Klümper mit ihren Hunden.
Bild: Wille

 Die Kleintierpraxis auf Boyenstein in der Beckumer Bauerschaft Holter beteiligt sich wieder an dem Projekt. „Tollwut ist das Todesurteil für Mensch und Tier“, sagt Maike Klümper, Inhaberin der Praxis. Denn diese Krankheitserreger werden von Tieren auf den Menschen übertragen. In Afrika wird das zu einem großen Problem, da die Afrikaner eng mit ihren Tieren zusammenleben. Infiziert sich beispielsweise ein Hund mit dem Erreger, ist die Gefahr, dass sich ein Mensch ebenfalls infiziert, sehr hoch. 55 Millionen Menschen leben allein in Ostafrika von der Nutztierhaltung. Wenn die Tiere geimpft werden, wird das Infektionsrisiko deutlich verringert – für Mensch und Tier.

500 Euro durch Aktion gespendet

 In der vom Verein Tierärzte ohne Grenzen initiierten Aktionswoche vom 6. bis 12. Mai bieten zahlreiche Praxen einen Tag an, an dem die Hälfte der Impfeinnahmen in das Projekt „Impfen für Afrika“ fließen. Am Mittwoch, 8. Mai, haben Tierbesitzer in der Praxis Boyenstein die Chance, ihre Hunde, Katzen und Kaninchen impfen zu lassen und damit Tier- und Menschenleben zu retten. Die Beckumer Praxis beteiligt sich seit acht Jahren an dem Projekt. Das Team hat seine Kunden, deren Tiere in diesem Zeitraum mit ihrer Impfung an der Reihe sind, angeschrieben und darum gebeten, an der Aktion teilzunehmen. „Wir lassen an dem Tag 90 Prozent der Termine frei“, erklärt Tierärztin Anna Schulze Eckel. In den vergangenen Jahren sei die Aktion gut angenommen worden, sodass gut 500 Euro gespendet wurden.

Impfen, damit Deutschland tollwutfrei bleibt

Generell spricht sich das Praxisteam für Impfungen aus, auch „wenn die Impflust bei den Leuten ein wenig nachlässt“, wie Maike Klümper berichtet. Auch wenn Deutschland tollwutfrei sei, sei eine Impfung spätestens dann Pflicht, wenn Besitzer mit ihrem Hund ins Ausland wollen. Für Tiere, die auf Schauen, im Hundesport oder der Jagd aktiv sind, ist die Impfung ebenfalls Pflicht. Wichtig sei der kleine Piks aber für alle Vierbeiner, damit „Deutschland weiterhin tollwutfrei bleibt“, sagt Schulze Eckel.

Aktion am 8. Mai

Wer an der Aktion „Impfen für Afrika“ teilnehmen will, ist während der Sprechzeiten am 8. Mai von 10.30 bis 12 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr willkommen. Darüber hinaus werden Termine vergeben.

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