Tipps für die erste Radtour der Saison
Bild: Grünebaum
Darauf ist zu achten, bevor man losradelt: Michael Wessel, Zweiradmechanikermeister bei „2-Rad Lindemann“ in Beckum, gibt den „Glocke“-Lesern Tipps für die Vorbereitung einer Tour. Auf dem Bild prüft er den Luftdruck.
Bild: Grünebaum

„Die Glocke“ holte sich Rat vom Experten. Jens Lindemann, Inhaber von „2-Rad Lindemann“, und Zweiradmechanikermeister Michael Wessel brauchen nur fünf Minuten, um eine Check-Liste für die erste Radtour des Jahres auf die Kette zu bekommen. Doch zugegeben: Etwas mehr als fünf Minuten braucht man schon, um mit gutem Gewissen in die Pedale treten zu können. Los geht es mit einer Kontrolle der Griffe. Sind sie fest genug? Und dreht sich der Lenker einfach genug? Weiter zum Sattel. Der muss natürlich fest angeschraubt sein. Dann die Reifen. Das Profil darf nicht zu abgenutzt sein. Von einem Platten ganz zu schweigen. Die Luft zu prüfen, ist selbstverständlich. Kommen wir zum Licht. Der Dynamo sollte mittig auf der Lauffläche angesetzt sein. Dann ein Blick auf die Kette. Ölen ist Pflicht. Noch irgendetwas vergessen? Ein Blick auf die Strahler und Katzenaugen empfiehlt sich. Und die Pedalen sollten griffig genug sein, damit man nicht abrutscht. Und dann? Ja dann kann es eigentlich schon losgehen.

Hört sich einfach an, doch nicht alle Reparaturen traut sich jeder zu. Und nicht jeder Ausflügler hat eine professionelle Werkzeugkiste mit Zehnlochschlüssel und Co. zur Hand. Gerade bei E-Bikes empfiehlt sich also ein Termin beim Fachhändler, um auf Nummer sicher zu gehen. Apropos E-Bikes. Die liegen weiterhin im Trend, wie Jens Lindemann aus eigener Erfahrung weiß. Er rät: „Der Akku sollte im Winter zwischengeladen werden.“ Sonst könnten Radfahrer eine böse Überraschung erleben, wenn sie sich nach Monaten wieder auf den Drahtesel setzen. Der Inhaber selbst schwört auf sein E-Bike. Schließlich ließen sich damit weitere Strecken zurücklegen. Und wer mit Kindern unterwegs ist, spart beim Ziehen von Anhängern Kräfte. Sicherlich ein Grund, warum sich zuletzt auch immer mehr jüngere Menschen für ein E-Bike entscheiden.

Bleibt eine letzte Frage: Was ist bei einem Platten zu tun? Die beiden Experten empfehlen Reifenreparaturspray. Das dichte ab, um die Tour schnell fortsetzen zu können. Oder man greift sofort zu pannensicheren Reifen. Eine Zusatz-Gummischicht verhindert, dass sich Nägel in den Schlauch bohren. Und das sollte am Sonntag nicht passieren.

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