Transportroute über Mersmann-Gelände
Reger Werksverkehr und Radfahrer werden sich den Holcim-Plänen zufolge künftig die Strecke entlang des Lindenkamps und des Klapperwegs am Werk Mersmann teilen.

Eine langfristige Verpachtung der notwendigen Flächen von der Stadt an Holcim ist so gut wie unterschriftsreif, wie die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am Mittwoch erfuhren.

Ihnen präsentierte Werksleiter Helmut Reiterer zusammen mit Holcim-Kollegin Sabrina König und Cansu Ulucan von der Firma Kranz-Engineering die Pläne zum Bau der Strecke über Lindekamp und Klapperweg. Das Vorhaben wurde überhaupt erst möglich, nachdem Holcim die vier Wohnhäuser im Bereich Einmündugn Lippweg aufgekauft hatte.

Durch das ehemalige Mersmann-Gelände soll künftig eine Werksstraße führen, die im Begegnungsverkehr von den Kalkstein-Lkw befahren werden kann. Lediglich in einigen besonders engen Bereichen werden Ausweichmöglichkeiten geschaffen. Kompliziert wird die Planung dadurch, dass parallel zur vorgesehenen Lkw-Piste der Geh- und Radweg im Zuge der touristischen Zementroute verläuft. Zu den Ausbauplänen gehört also auch die Absicherung des Radweges, der in einzelnen Abschnitten auch komplett verlegt werden soll.

Dazu, so erklärten die Unternehmensvertreter, wird streckenweise auch die ehemalige Bahntrasse auf dem Mersmann-Grundstück genutzt. Zäune und Leitplanken trennen ansonsten die Transporttrasse vom Radweg und auch vom Werksgelände. Toranlagen sollen zudem verhindern, dass die als Privatstraße ausgewiesene Trasse von Pkw als Abkürzung genutzt wird. Der Kalkstein soll künftig vom Lippweg über das Mersmann-Gelände zum Sudhoferweg und weiter ins Gewerbegebiet „Auf dem Tigge“ transportiert werden. Von dort geht es bis zur Fertigstellung der B 58 n über die Stromberger Straße, die Zementstraße, die Oelder Straße und den Daimlerring zum Werk am Kollenbach.

Zumindest den ersten Teil der Route bis zur künftigen Auffahrt an der Stromberger Straße auf die B 58n möchte Holcim auf lange Sicht nutzen: Der Pachtvertrag soll bis Ende 2068 laufen. Die Entscheidung über die Verlegung der Transportroute liegt beim Kreis Warendorf. Die Stadt Beckum beabsichtigt, im Änderungsverfahren ihr Einverständnis zu erklären.

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