Umgang mit Patienten humorvoll trainiert
Facharzt für Orthopädie und Bauchredner Dr. Stefan Schüling sorgte mit seiner Handpuppe Dr. Fritz Freudstein für Heiterkeit beim medizinischen Personal des St. Elisabeth-Krankenhaus

„Wie spreche ich denn mit meinem Patienten über seine Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten in dem engen Zeitfenster, das mir bleibt?“ Dieser Frage müssen sich Ärzte immer wieder stellen.

Gemeinsam mit dem Schauspieler und Theaterpädagogen Volker Kuhlhüser, Dr. Stefan Schüling, Facharzt für Orthopädie und Bauchredner, sowie Stimmbildnerin und Kommunikationsdozentin Verena Arnhold hatte Kröger jedoch ein Lösungsmodell im Gepäck. Die Vier machten auf amüsante Weise und zugleich informativ deutlich, worauf es ankommt. Lachen war erlaubt, und Gelegenheit dazu gab es genug.

Mit seinen Handpuppen Theo und Dr. Fritz Freudstein nahm Stefan Schüling Patienten wie Ärzte auf die Schippe. Im nachgestellten Diagnosegespräch arbeitete man vier Patienten-Charaktere heraus: den Macher, den Analytiker, den Harmonischen und den Kreativen. Adäquat auf gut Informierte, Verängstigte oder „Quasselstrippen“ zu reagieren, war dabei die Übung. Schließlich sei das A und O in der Kommunikation, den Patiententypen zu erkennen und wirkungsvoll zu kommunizieren, betonte Verena Arnhold. Denn gute Kommunikation führe unter anderem zu Zufriedenheit am Arbeitsplatz sowie Therapie- bzw. Patiententreue, war die Botschaft.

Wolle man stressfrei, zeitsparend und überzeugend arbeiten, dann müsse man so unterscheiden, erklärten die Kommunikationsexperten bei „Doctalks“, einem vom Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland initiierten Programm für Krankenhäuser. Kein Patiententyp sei schlechter oder besser. Nur die Strategie des Mediziners im Kontakt wäre jeweils eine andere, wurde deutlich.

„Als wir mit unserem Schulungsangebot an das Beckumer Krankenhaus herantraten, stießen wir sofort auf offene Türen“, erklärte die Geschäftsstellenleiterin des Vereins, Carmen Helena Schulte, im Gespräch mit der „Glocke“. Die große Resonanz sprach für sich.

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