Umgehungsstraße soll gebaut werden
Bild: Krogmeier
Sie ziehen in Sachen Umgehungsstraße B 475n an einem Strang: (v. l.) die Bürgermeister Berthold Lülf und Dr. Karl-Uwe Strothmann, CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker und Horst Handke, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung der Stadt Ennigerloh.
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Gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker setzen sie sich für das Projekt ein, das seit den 60er-Jahren von den Menschen im heimischen Raum gefordert wird. Die beiden Ortsumgehungen Neubeckum/Ennigerloh-Süd und Westkirchen sind im Bundesverkehrswegeplan 2030 als Straßen mit vordringlichem Bedarf eingestuft worden. „Die Bewertung mit 9,4 ist sehr hoch und ein Anzeichen dafür, dass hier ganz dringend gebaut werden sollte“, verdeutlichte Sendker am Donnerstagnachmittag im Beckumer Rathaus im Gespräch mit der „Glocke“ den Stand der Planungen. Dabei wird die Umgehungsstraße in jedem Fall auf einer neuen Trasse geplant werden müssen, denn die ursprüngliche Führung durch den ehemaligen Steinbruch wurde verworfen. Hier würde die Trasse das Naturschutzgebiet streifen, erläuterte Berthold Lülf.

„Wir stimmen vorbehaltlos zu“, sprach sich Dr. Karl-Uwe Strothmann für die möglichst schnelle Umsetzung der Pläne aus, die besonders in Neubeckum schon seit den 60er-Jahren diskutiert würden. „Der Traum von dieser Umgehungsstraße ist seit den 60er-Jahren in den Köpfen der Bürger verankert“, stellte der Ennigerloher Bürgermeister fest. Die Stadt Ennigerloh stehe dahinter. „Wir hoffen im Sinne unserer Bürger und Unternehmen auf den Bau der B 475n“, machte Lülf auch mit Blick auf die direkte Anbindung an die Autobahn 2 deutlich.

„Wir müssen das Projekt jetzt nach vorne bringen, denn wir haben heute das Geld“, forderte Sendker. Bis 2030 würden die benötigten Mittel zur Verfügung stehen. Bedingt durch die neue Trassenführung wird es allerdings bis zu einem möglichen Baubeginn noch einige Zeit dauern. Unter anderem stehen Umweltverträglichkeitsprüfung und Linienabstimmungsverfahren erneut auf dem Programm. Wenn alles gut geht, könnte ein Bau der Umgehungsstraße frühestens im Jahr 2024 beginnen.

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