Unleserliche Schilder warten auf Ersatz
Bestenfalls erahnen lässt sich an der Vorhelmer Straße, wohin die Straßen von diesem Punkt führen.

Nur noch erahnen lassen sich die Schriftzüge Hamm, Soest und Lippetal. Und der Geradeaus-Pfeil deutet auch nur auf zwei verwaschene weiße Rechtecke und einen mehr als nebulösen Hinweis auf Lippstadt. Dieses Schild, soviel steht fest, hilft niemandem bei der Orientierung auf einen Blick. Und das schon seit geraumer Jahren nicht mehr.

„Ein katastrophaler Zustand“, wie Elmar Liekenbröcker vom Fachbereich Recht und Ordnung einräumt. Im Gespräch mit der „Glocke“ erläutert er, warum es an dieser Stelle, aber auch am Paterweg / Ecke Dalmerweg oder am Osttorknoten nicht zu einer Erneuerung der Tafeln gekommen ist. Das habe mit einer Vereinbarung aus dem Jahr 2009 zu tun.

Seinerzeit kamen die Stadt Beckum und Landesbetrieb Straßen NRW überein, in einer gemeinsamen Aktion die maroden Wegweiser im Stadtgebiet zu erneuern. Dabei sollte unter der Federführung des Landesbetriebs jede Partei in ihrem Zuständigkeitsbereich die Kosten übernehmen. Für die Vorhelmer Straße beispielsweise, so erklärte Liekenbröcker, zeichnet die Stadt verantwortlich.

Das gut gemeinte Projekt geriet indessen bald ins Stocken. Der Grund: Die beauftragte Schilderfirma ging in die Insolvenz. Damit lag die Sanierung für längere Zeit auf Eis. Einziger Teil des Plans, der noch umgesetzt wurde, war die Erneuerung der Wegweiser direkt an der Kreuzung Vorhelmer Straße /Konrad-Adenauer-Ring. Die Einsicht, dass die unleserlichen Schilder unzumutbar sind, hat die Stadt mittlerweile bewogen, das Heft des Handelns wieder in die eigene Hand zu nehmen. Noch in der ersten Jahreshälfte, so kündigt Liekenbröcker an, soll ein Konzept für die Beschilderung erstellt werden.

Dabei gehe es nicht um die 1:1-Umsetzung des Plans von 2009. Vielmehr werde nun überlegt, innerörtliche Ziele auszuweisen, die vor sechs Jahren noch nicht im Mittelpunkt des Interesses standen. Wie zum Beispiel den mittlerweile zum Freizeitzentrum gemauserten Tuttenbrocksee. Fest steht jedenfalls, dass die Stadt „ihre“ Vorwegweiser an der Vorhelmer Straße und am Paterweg nun ohne Hilfe des Landesbetriebs in Ordnung bringen möchte. Dabei ist mit einem Finanzaufwand von etwa 5000 Euro je Tafel zu rechnen, wie Liekenbröcker schätzt. Läuft alles nach Plan, sollen sie bis Jahresende erneuert sein.

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