Verkehr soll im September wieder rollen
Bilde Krogmeier
Die Kanal- und Entwässerungsarbeiten sind am Mühlenweg bereits komplett erledigt.
Bilde Krogmeier

Auf einer Länge von vier Kilometern haben zurzeit die Bauarbeiter das Sagen. Zum einen wird auf den ersten beiden Kilometern ab Ortsschild in Richtung Lippborg ein neuer, einseitiger Fahrradweg gebaut. Auf dieser Strecke bis etwa zur Höhe der Gaststätte „Paterholz“ erfolgt zudem ein Komplettausbau der gesamten Straße. Auf den folgenden beiden Kilometern bis zur Grenze des Kreises Warendorf wird zudem eine Deckensanierung der Fahrbahn vorgenommen.

„Wir wollen Ende September mit den Arbeiten fertig sein“, machte jetzt Dieter Reimann, Bauüberwachung des Landesbetriebs Straßen.NRW, vor Ort im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Ursprünglich geplant war eine Gesamtbauzeit von fünf Monaten, also eine Fertigstellung bis Anfang August. Dieser Terminplan verzögert sich nun durch einige eingetretene unvorhersehbare Umstände.

So war ursprünglich nicht vorgesehen, die Straßenbanketten im zweiten Bauabschnitt zu erneuern. Das allerdings wird jetzt erforderlich. „Ansonsten würde die neue Fahrbahndecke immer wieder kaputt gehen“, führte Reimann aus. Somit wird der nicht tragfähige Bereich ausgeschachtet, die gesamte Bankette wird neu angelegt.

Ein weiterer Grund für die Terminverschiebung sei der im Baustellenbereich „sehr empfindliche Boden“. Dadurch habe man nach den starken Regenfällen Baupausen einlegen müssen, stellte Diplom-Ingenieur Carsten Mäschig, Bauleiter bei der beauftragten Firma Heinrich Walter Bau, Borken mit Niederlassung in Warendorf, fest.

„Ohne die Vollsperrung der Bundesstraße hätte der Ausbau doppelt so lange gedauert“, begründete Reimann die gewählte Bauvariante. Das hätte sich dann bis Weihnachten hingezogen. Außerdem sei nach neuen Richtlinien ein solcher Ausbau bedingt durch die geforderten Fahrbahnbreiten für die Autos in Baustellen nur noch mit einer Vollsperrung möglich.

Radweg und neue Fahrbahn kosten 2,3 Millionen Euro

Kosten in Höhe von insgesamt rund 2,3 Millionen Euro kostet die Straßenbau-Maßnahme, die zurzeit auf dem Mühlenweg läuft. „Wir werden diesen Kostenrahmen in etwa einhalten“, zog Dieter Reimann von Straßen.NRW jetzt im Gespräch mit der „Glocke“ eine Zwischenbilanz.

Auf einer Straßenlänge von rund zwei Kilometern wird dort die Bundesstraße 475 komplett neu gebaut. Zum einen wird die Fahrbahn samt Unterbau neu erstellt, zum anderen wird ein einseitiger Radweg angelegt. Auf den folgenden zwei Kilometern erfolgt eine Sanierung der Fahrbahndecke.

Der Endausbau der Trasse ist fast fertig, nachdem zuvor die Altdecke abgefräst worden ist. Alle Kanal- und Entwässerungsarbeiten sind abgeschlossen, zwei Bushaltebuchten fertiggestellt. Auf zwei Dritteln der Radwegstrecke liegt bereits der für die folgende Asphaltsdecke benötigte Schotter. Bauleiter Carsten Mäschig und Polier Numo Cehajic von der Firma Heinrich Walter Bau sind mit dem Stand der Arbeiten zufrieden. „In etwa vier Wochen werden wir Ende Juli die ersten Asphalt-Arbeiten beginnen“, blickt Mäschig in die Zukunft. Und nach der Asphaltierung geht es an den Ausbau der Bankette, der Gräben-Übergänge und schließlich an die Markierungsarbeiten.

Im ersten Bauabschnitt, ab Ortsgrenze rund zwei Kilometer lang, wird zunächst eine Frostschutzschicht aus Schotter und darüber eine erste Tragschicht aus aufbereitetem Material aufgebracht. Und darauf folgen schließlich drei Asphaltdecken.

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