Vertrag für EVB-Chefin verlängert 
Ein Steuerrad nahm EVB-Chefin Dr. Marion Kapsa als Präsent von Dr. Joachim Nissen (l.) und Karsten Koch entgegen.

 

Der Spitzname bezog sich darauf, dass das Beckumer Unternehmen als erstes weit und breit die strategische Partnerschaft mit einem großen Energiekonzern, den VEW, gesucht hatte.

Heute sind derartige Zusammenschlüsse überall vollzogen. Und Marion Kapsa selbst ist längst als geschätzte Expertin in einem von Männern dominierten Umfeld anerkannt.

Das weiß auch ihr Arbeitgeber. Folgerichtig also, dass der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der EVB-Verwaltungs GmbH den Dienstvertrag Marion Kapsas zum vierten Mal und vorzeitig für fünf Jahre verlängert haben.

Für eine „absolut erfolgreiche Zusammenarbeit“ dankte Aufsichtsratsvorsitzender Karsten Koch gestern der Geschäftsführerin, die er als „bestens qualifiziert“ lobte und ihr die Fähigkeit bescheinigte, „das Schiff EVB auch in wirtschaftlich schwerer See sicher zu steuern“. Als Symbol für seine Anerkennung hatte Koch ein kleines Steuerrad dabei, das er Marion Kapsa überreichte.

 Auch Dr. Joachim Nissen (RWE) dankte als stellvertretender Aufsichtsratschef für eine lange Phase der vertrauensvollen Zusammenarbeit. Sein Unternehmen habe sich seit jeher nicht alllein als Anteilseigner, sondern als Partner der EVB gesehen. Marion Kapsa zeichnete die Entwicklung der EVB vom Monopolunternehmen zum Wettbewerber auf dem Energiemarkt nach, erinnerte dabei auch an dessen Stellenwert in Beckum. 27,4 Millionen Euro an Gewinnen seien in der Zeit von 1997 bis 2009 an die Stadt überwiesen worden.

Mit Blick in die Zukunft unterstrich die Geschäftsführerin, dass sich die Erschließung erneuerbarer Energien unter dem Eindruck der Japan-Krise rasanter entwickeln wird. Für eine Übergangszeit könne auf Strom aus Kohle und Gas nicht verzichtet werden.

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