Vierbeiner beleben Kindergarten-Alltag
Den Umgang mit den beiden Hunden genossen (v.l.) Adrian, Alina, Max, Carlo, Lennart und Anna und setzten unter den Augen von Jutta Kirchner (hinten) erlernte Regeln in die Praxis um.

Damit hat sie Begeisterung bei den jungen Partnern ausgelöst. Den im ersten Schritt spielerisch erworbenen Regeln folgte im zweiten die praktische Umsetzung. Dazu hatte man am Dienstagmorgen Jutta Kirchner eingeladen. Spannend und lehrreich gestaltete sich der Besuch der Betreiberin einer Hundeschule in Diestedde für die kleinen Tierfreunde. Als Ausbilderin von Hunden mit dem Schwerpunkt Resozialisierung brachte Jutta Kirchner viel Erfahrung mit. Und zudem ihre zwei Trainingshunde, Windhund Aden, eine Mischung aus Galgo mit Podenco sowie ihren Bardino-Mischling Olli, einen Rüden.

Dass die Tiere unterschiedliche Charaktere haben, fanden die Drei- bis Sechsjährigen schnell heraus. Als erstes pirschte sich Anna mit Respekt, wie sie es gelernt hatte, an die dreijährige Aden heran. Zur Belohnung gab es einen spontanen Kuss von der Hündin. Der Bann war gebrochen. Geduldig ließ sich „Olli“ von Max und Carlo streicheln. Wann Schluss damit sein muss, weil der Hund gestresst ist, erklärte Jutta Kirchner den kleinen Hundefreunden. „Neben viel Bewegung und Spiel benötigen Hunde Ruhe“, lernten die Jungen und Mädchen.

Warum Olli beim Betreten des Kindergartens einen Maulkorb getragen habe, wollte Sophie wissen. „Er mag keine anderen Hunde“, erklärte Jutta Kirchner. Außerdem könne Olli so unterwegs nichts fressen, was ihm nicht bekomme. Eines müsse man wissen: Nur weil ein Hund einen Maulkorb trage, sei er nicht gefährlich. Das „Gassi gehen“ im Kindergarten verlief ganz hervorragend. In der kommenden Woche sollen die Kinder in Begleitung von Eltern testen, ob es mit dem Ausführen von Hunden in der Natur genauso gut klappt. Die Ratschläge der zertifizierten Hundetrainerin werden dabei sicher eine Hilfe sein.

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