Vorsorgevollmacht Thema beim Kongress
„Mein Leben – meine Entscheidung“, mit diesem Thema des Beckumer Kongresses beschäftigten sich (v. l.) Evelyn Küpper, Helmut Rehmsen, Lars Mückner, Sebastian Tenbergen, Karin Burtzlaff, Norbert Killewald, Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann und Klaus Wienker.

 „Mein Leben – meine Entscheidung“ – unter dieses Motto hatten die Organisatoren am Dienstag die Diskussionsveranstaltung gestellt. Und dabei ging es in erster Linie um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und um ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Thema bei der Podiumsdiskussion waren die Chancen und Risiken für Menschen mit Handicap bei der Entscheidung für die persönliche Vorsorgevollmacht oder die gesetzliche Betreuung. Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann begrüßte zu diesem Kongress die Podiumsteilnehmer und Zuhörer in der Aula des Berufskollegs. Er bedankte sich auch beim Organisationsteam, dem neben den Mitarbeitern der Stadtverwaltung auch der Verein „Fuer-ein-ander“ mit seiner Vorsitzenden Karin Burtzlaff angehörten. „Ich wünsche Ihnen erhellende Informationen, klare Statements und eine angeregte Diskussion“, führte der Bürgermeister aus und erwähnte auch, dass für hörbeeinträchtigte Menschen eine Ringschleife verlegt worden sei und ein Dolmetscher die Redebeiträge direkt in die schriftliche Form bringt.

Bei der Podiumsdiskussion, die vom gebürtigen Beckumer Helmut Rehmsen, WDR-Journalist, moderiert wurde, arbeiteten die Podiumsgäste die Themen fachkundig für die interessierten Zuhörer in der Aula des Berufskollegs auf. Zum Einstieg informierte Sebastian Tenbergen vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen über Fakten, Voraussetzungen und Funktionen einer Vorsorgevollmacht. Die Vorstellungen der NRW-Landesregierung erläuterte Landesbehindertenberater Norbert Killewald. Und Lars Mückner, Richter am Amtsgericht Duisburg, klärte über die Rolle und Aufgaben der Amtsgerichte im notwendigen Entscheidungsprozess der Betroffenen auf. Bedeutet eine Vorsorgevollmacht mehr selbstbestimmtes Leben? Mit dieser Frage setzte sich Evelyn Küpper von der Lebenshilfe auseinander. 

Klaus Wienker, Vater eines behinderten Kindes, berichtete aus Elternsicht, warum man sich in seiner Familie für eine Vorsorgevollmacht entschieden hatte. In der Diskussion wurde deutlich, dass dieses Thema nicht nur für Menschen mit Behinderungen von Bedeutung ist, sondern für jeden wichtig ist. Man solle sich außerdem frühzeitig mit dem Thema „Vorsorgevollmacht“ auseinandersetzen, lautete eine der Empfehlungen, die den Besuchern des Kongresses mit auf den Heimweg gegeben wurden.

SOCIAL BOOKMARKS