Waldbirnen bringen Natur ans Biotop
Bild: Krogmeier
Zwei junge Wildbirnen pflanzten am Mittwoch (v. l.) Gerd Sprenker, Lothar Stumpenhorst und Ulrich Kröger am Biotop auf dem Gelände am Harberg in Neubeckum.
Bild: Krogmeier

Auf dem Landwirtschaftsbetrieb Stumpenhorst am Harberg in Neubeckum wird vorbildlich im Sinne der Natur und der Jagd gearbeitet. Um diesen Einsatz zu würdigen und zugleich einen Beitrag zur Gestaltung eines Biotops zu leisten, überreichte der Hegering Beckum am Mittwochmorgen zwei Baumsetzlinge an Lothar Stumpenhorst. Zugleich wurde dem Neubeckumer damit für einen Vortrag während der Hegeringsversammlung gedankt. Die beiden Wildbirnen wurden natürlich mit Blick auf einen typischen Baum, der ursprünglich in der Münsterländer Parklandschaft zu Hause ist, ausgewählt.

„Die Wildbirne ist heute nur noch selten zu finden“, machten Ulrich Kröger, der neue Beckumer Hegeringleiter, und Gerd Sprenker, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, vor Ort beim Pflanzen der beiden jungen Bäume im Gespräch mit der „Glocke“ deutlich. Diese „Urform des Birnenbaums“ sei früher häufig in Hecken vorgekommen, führte Sprenker aus. Heute sei es wichtig, diesen Baum zu fördern und wieder anzupflanzen, zumal die Wildbirne auch eine hervorragende Bienenweide sei.

Gemeinsam mit Lothar Stumpenhorst hatten Kröger und Sprenker am Mittwochvormittag schnell einen geeigneten Standort für die beiden jungen Bäume gefunden. Die Wildbirnen wurden direkt an einem vorbildlich angelegten Biotop gepflanzt.

Fachkundig wurde zunächst ein Pflanzloch ausgehoben, der Baum in die Erde gebracht und angegossen. Nun galt es, einen Holzpfosten in den Boden zu schlagen, damit der junge Baum den nötigen Halt findet und den künftigen Herbststürmen Stand halten kann. Schließlich brachten die drei Jäger eine „Drahthose“ rund um den noch zerbrechlichen Baumstamm an. „Die schmackhafte Rinde der Wildbirne wird sonst oft vom Wild verbissen“, erläuterte Sprenker die Notwendigkeit für diesen Schutzmantel aus festem Draht.

„Die Bäume finden hier ideale Bedingungen zum Wachsen vor“, blickte Sprenker abschließend auf einen perfekten Boden mit hohem Kalkgehalt.

SOCIAL BOOKMARKS