Wenn bunte Drachen am Himmel tanzen
Bild: Grünebaum
Herbstzeit ist Drachenzeit: Fynn (5) aus Wadersloh freut sich darauf, sein Fluggerät wieder fliegen zu lassen. Dafür muss er sich allerdings noch etwas gedulden. Noch ist das Wetter zu gut. Was es außerdem zu beachten gibt, erfuhr die „Glocke“ im Spielwarengeschäft Schermuly in Beckum.
Bild: Grünebaum

Stundenlang ließ er sein Fluggerät durch die Lüfte sausen. Jetzt, im Herbst, kann Fynn seinen Drachen wieder aus dem Keller holen. Was es dabei zu beachten gibt, erfuhrt die „Glocke“ von Monika und Rolf Schermuly im gleichnamigen Spielwarengeschäft in Beckum. Zuallererst muss natürlich das Wetter stimmen. „Naja“, meint Monika Schermuly und schaut skeptisch in den azurblauen Himmel, „noch ist das Wetter zu gut.“ Keine Frage, ohne eine frische Brise tanzen die Drachen nicht am Himmel.

Und ohne das nötige handwerkliche Geschickt erst recht nicht. Doch kein Grund zu verzweifeln: „Das Zusammenbauen schaffen sogar Kinder“, meint Monika Schermuly. Schwieriger sei es dagegen, den Himmelsstürmer in der Luft zu steuern. „Die Drachen können bei heftigem Wind enorme Kräfte entwickeln“, weiß Rolf Schermuly aus zahlreichen Kundengesprächen. Sein Rat: Man solle nicht zu große Modelle als Anfänger und vor allem für Kinder wählen. Auch mehrteilige Drachen, die man voreinander spannt, erfordern Erfahrung und Können. „Da sind auch Erwachsene schnell überfordert“, warnt der Besitzer des Spielwarengeschäftes.

Hinzu kommt die Wahl des richtigen Ortes. Meiden sollte man Waldgebiete, in denen sich der Drachen verfangen kann. „Und Hochspannungsleitungen stellen eine Gefahr dar“, sagt Monika Schermuly. Genauso wie Wohnsiedlungen oder Flächen in der Nähe von befahrenen Straßen. Wer Lust auf das luftige Vergnügen bekommen hat, kann jetzt einsteigen. Im November fragen zahlreiche Kunden im Spielwarengeschäft Schermuly nach. Und vielleicht taucht dort auch Fynn auf, um sich vor dem nächsten Urlaub beraten zu lassen.

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