Wie Quentin Qualle der Muräne hilft
Bild: Himmel
Auf Einladung des Fördervereins und mit Unterstützung der Wiedeking-Stiftung eroberte Schauspieler Michael Hain gleich 90 Kinderherzen. Und die ihrer Erzieherinnen gleich dazu.
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Und das, ohne aus den Büchern Wort für Wort vorzulesen. Am Donnerstagvormittag gastierte der Familienvater in der Stadtbücherei. Dort hockten 90 faszinierte Kindergartenkinder aus Neubeckum und Roland vor ihm, um die Geschichte von „Quentin Qualle und der Muräne mit Migräne“ zu verfolgen. Zunächst mucksmäuschenstill, brachen die Jungen und Mädchen in schallendes Gelächter aus, als Michael Hain mit einem Fischerhemd bekleidet und die mecklenburgische Mundart imitierend hinter der Leinwand auftauchte, um vom Angeln und den langen Armen der Fischer zu berichten.

Fritz Reuters Onkel Bräsig ließ zeitweilig grüßen, während der Künstler das Wissen der Kinder um die Meeresbewohner testete. Die waren mächtig auf Zack, hatten Spaß an seinen Wortspielereien und durchschauten die Pointen. Schließlich ging es los mit der abenteuerlichen Geschichte um Quentin Qualle und das gefährliche Schlangentier mit schweren Kopfschmerzen. Statt als Mitternachtssnack von den Muränen verspeist zu werden, gelingt es der kleinen Qualle mit einer Wunderalge aus dem eigenen Garten, die kranke Muräne zu heilen. Die schlangenartigen Raubtiere aus dem Buch von Heinz Rudolf Kunze und Jens Carstens leben von da an, zum Dank, nur noch rein vegetarisch.

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