Wie geht es weiter an der Blauen Lagune?
Bild: Biefang
Eine abschreckende Wirkung dürfte das Abschleppen von Autos an der Elisabeth-Selbert-Straße in Beckum haben. Doch in der Bauausschuss-Sitzung meldeten viele Politiker Zweifel an, ob Verbote zum gewünschten Ziel führen. Im vergangenen Jahr strömten Besucher zum Badesee. Die Anwohner klagten über Lärm und Verschmutzung.
Bild: Biefang

Und dennoch: Eine Tendenz lässt sich klar erkennen. Die Anwohner auf den Zuschauerrängen machten direkt zu Beginn deutlich, dass ein Umdenken notwendig ist. Einige sprachen sich deutlich für ein Badeverbot aus, um Lärm und Verschmutzung einen Riegel vorzuschieben. Überhaupt, die Regeln und Verbote sind es, die Politik und Verwaltung vor Probleme stellen. Elmar Liekenbröcker, Fachbereichsleiter für Recht, Sicherheit und Ordnung der Stadt Beckum, merkte an, dass Verbotsschilder häufig ignoriert würden. Man habe schlicht ein „Vollzugsproblem“. Konkret heißt das: Ins Wasser hinterherspringen könnte man eben nicht. Und von Zäunen zeigte sich – auch wegen hoher Kosten – keiner der Anwesenden begeistert.

Der Fachbereichsleiter betonte jedoch, dass die Stadtverwaltung zwei Varianten als Favoriten für die Regelung des Freizeitlebens an der Blauen Lagune ausgemacht habe: ein allgemeines Betretungsverbot oder eine modifizierte Fortführung der Maßnahmen aus dem Vorjahr. Letzteres hätte möglicherweise eine Ausweitung der Kontrollen mit externen Kräften zur Folge. Und eine Ordnungsbehördliche Verordnung müsste durch die Bezirksregierung Münster nicht angepasst werden. Gründe, die aus Sicht der Stadtverwaltung für die Fortführung der Maßnahmen und gegen ein allgemeines Betretungsverbot sprechen. Am 19. März soll eine Entscheidungsvorlage zur zukünftigen Nutzung der Seen des ehemaligen Steinbruchs West im Bauausschuss eingebracht werden.

SOCIAL BOOKMARKS