Wie stark schrumpft Bütfering?
Wie viele Arbeitsplätze gehen am Standort Beckum verloren? Diese Frage bewegt die Bütfering-Belegschaft.

Zwischen Mitarbeitervertretung und Geschäftsleitung ist es im Vorfeld zu Spannungen gekommen. Die IG Metall Oelde-Ahlen hat gestern gemeinsam mit dem Bütfering-Betriebsrat eine Erklärung veröffentlicht, wonach „massiver dauerhafter Arbeitsplatzverlust“, möglicherweise sogar die Stilllegung des Betriebs an der Stromberger Straße, befürchtet wird.

Die Arbeitnehmervertreter gehen nach den Worten von IG Metall-Projektsekretär Martin Sindermann von möglichen Produktionsverlagerungen nach China und Indien aus. Außerdem sei von einer Verlagerung eines Teils der Produktion in das Homag-Unternehmen „Weeke Bohrtechnik“ in Herzebrock die Rede. Nachdem seit der Eingliederung in den Homag-Konzern schon rund 50 Arbeitsplätze abgebaut worden seien und die heute noch verbliebenen 120 Beschäftigten jahrelang erhebliche finanzielle Beiträge zum Erhalt des Standortes in Beckum geleistet hätten, fürchte nun die gesamte Belegschaft um ihren Arbeitsplatz.

Bütfering-Geschäftsführer Wolfgang Augsten bestätigte auf Anfrage der „Glocke“, dass die Geschäftsleitung zwei Szenarien für die Zukunft der Bütfering GmbH entwickelt habe, die dem Aufsichtsrat am Freitag zur Entscheidung vorliegen werden. Einzelheiten zu den Konzepten wollte Augsten jedoch nicht nennen, bevor entschieden sei, für welche Variante der Aufsichtsrat votiert. Das Ergebnis der Beratung am Freitag soll am kommenden Montag im Rahmen einer Betriebsversammlung bei Bütferuing bekannt gegeben werden.

Der Geschäftsführer bestätigte, dass eine Teilverlagerung zu Weeke nach Herzebrock Bestandteil des Szenarios sei. In jedem Fall soll nach seinen Worten außerdem ein Teil der Produktion in Beckum bleiben. Augsten kritisierte die Gewerkschaft dafür, ohne konkrete Kenntnisse der Unternehmenspläne an die Öffentlichkeit gegangen zu sein. Umgekehrt wirft Sindermann für die IG Metall der Unternehmensführung vor, den Betriebsrat nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Weise über die Umstrukturierungspläne informiert zu haben.

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