Wird Renfert-Gelände neuer Standort?
Bild: Krogmeier
Für die Feuer- und Rettungswache sind die Jahre am Münsterweg in Beckum gezählt. Neu gebaut werden soll auf dem Renfert-Gelände im Bereich Neubeckumer Straße / Zementstraße.
Bild: Krogmeier

Die Antworten auf diese Fragen müssen am kommenden Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss gegeben werden.

Die Stellplätze in den Fahrzeughallen reichen nicht aus, und die Einfahrtstore sind zu klein. Die notwendigen Alarmumkleiden sind in den Fahrzeughallen untergebracht, das ist nicht erlaubt. Lagerflächen sind nicht funktional, und auch von den bei Einsätzen benötigten Alarmparkplätzen sind zu wenige vorhanden. Sowohl die Feuer- und Rettungswache in Beckum als auch die Feuerwehrgerätehäuser in Neubeckum und Vellern bieten nicht den benötigten Standard.

Nach der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans liegen diese Ergebnisse jetzt schwarz auf weiß auf dem Tisch. Für Abhilfe muss im Sinne der Sicherheit für die Beckumer Bürger und für die Einsatzkräfte gesorgt werden. Genau das wird die Stadt und ihre Feuerwehr in den kommenden Jahren fordern.

Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse geben für die Feuer- und Rettungswache am Münsterweg ein klares Ergebnis: Die benötigten Raumkapazitäten können auf dem vorhandenen Grundstück nicht geschaffen werden. Empfohlen wird nicht nur aus diesem Grund, die Wache an einem anderen Standort neu zu bauen.

Bei der Suche nach diesem Standort hat sich ein klarer Favorit herauskristallisiert: das alte Renfert-Gelände mit Verkehrsanbindungen an die Neubeckumer Straße und die Zementstraße. Auf der insgesamt rund 51 000 Quadratmeter großen Fläche könnte auf etwa 15 000 Quadratmetern die neue Feuer- und Rettungswache entwickelt werden. Dieser Bereich wird mit Blick auf seine Größe und Lage als derzeit einzig geeignete Fläche angesehen.

Zudem könnte hier die Verkehrsanbindung über zwei verschiedene Hauptverkehrsstraßen erfolgen, was in Sachen der geforderten Einsatzzeiten positiv zu Buche schlägt. Zudem wäre hier der Wunsch des Eigentümers, auch Wohnbebauung zu realisieren, umsetzbar. Für den Bau einer neuen Feuer- und Rettungswache in Beckum liegt zurzeit noch keine Kalkulation der anfallenden Kosten vor.

Gerätehaus kommt zur Wickingstraße

Auch für das Feuerwehrgerätehaus mit seiner integrierten Rettungswache an der Spiekersstraße in Neubeckum ist die Schaffung der benötigten Raumkapazitäten nicht möglich. Diese klare Aussage macht auch hier die Planung eines Neubaus erforderlich.

Favorisiert wird als Standort des neuen Gerätehauses ein Grundstück im Bereich Wickingstraße / Dyckerhoffstraße / Kaiser-Wilhelm-Straße. Hier befindet sich die Fläche in der Größe von 5631 Quadratmetern bereits in städtischem Besitz, und eine Wohnbebauung ist hier bedingt durch den Lärm der vorbeiführenden Bundesstraße 475 nicht möglich. Der Standort verfügt zudem über eine optimale Anbindung. Eine Lärmabschirmung hin zu den in der Nachbarschaft vorhandenen Gärten könnte durch eine entsprechende Anordnung der zu errichtenden Gebäude erreicht werden.

Die Kosten für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Neubeckum werden auf derzeit rund 3,4 Millionen Euro geschätzt. Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen, fallen zunächst rund 20 000 Euro an.

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