„You are not alone“ verzaubert Besucher
Bild: Eggert
Mit einer begeisternden Leistung präsentierte sich das Tanztheater Filou am Samstagabend bei der Premiere in der Reihe „Filou Reloaded“im Stadttheater.   
Bild: Eggert

Das Projekt ist Teil der Reihe „Filou Reloaded“, mit der an 30 Jahre erfolgreiche Kulturarbeit erinnert wird. Schon die erste Premiere war ein gefeierter Erfolg. Rund 2000 Zuschauer sahen damals die Serie von Aufführungen und waren begeistert.

Und ebenso hingerissen reagierte das Publikum am Samstagabend auf die Bilder, die 20 Tänzerinnen zusammen mit Meike Wiemann als Charlie Chaplin auf die Bühne brachten. Wiemann leitete auch die Produktion und das Videodesign. Für die Choreografien sorgten Maren Brockmeier, Bettina Essmeier, Carolin Quos und Sarah Loch.

Man darf getrost behaupten, „You are not alone“ war bei den Erstaufführungen ein Meilenstein in der Entwicklung der Theaterarbeit von Filou. Zum ersten Mal war es mit überzeugendem Erfolg gelungen, Musik, Videosequenzen, Live-Choreografie und Pantomimen-Theater zu einem Ensemble sich nahtlos ineinanderfügender Elemente zu arrangieren. Hiermit tat man einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung für weitere Aufführungen dieses Zuschnitts.

Zu verdanken ist die Erfolgsgeschichte auch dem Engagement von Güni Burchert für die Musik und Markus Stuckmann, dessen technische Mittel und dessen unermüdliche technische Kniffeleien manches erst möglich machten. Dass bei der künstlerischen Leitung immer Meike Wiemann ihre Hand im Spiel hat, dürfte ebenso kein Zufall sein.

Auch nach drei Jahren hatte am Samstag „You are not alone“ seinen Zauber nicht verloren. Und seine Botschaft „Lebe heute mit einem Lächeln“ wurde von einem engagierten Ensemble eindringlich von der Bühne ans Publikum gesendet. Mag sein, dass die Erinnerung täuscht: Der Kern der Liederkolage, die man ausgewählt hatte, kam pointierter bei den Erstaufführungen über: Jacksons Grundaussage „Die Welt hat eine Chance gerettet zu werden, wenn Zwiespalt durch Harmonie überwunden wird“. Um das zu unterstreichen, hätte es geholfen, die Szenen in gezielterer Reihenfolge zu arrangieren.

Aber dennoch: Wo immer Charlie Chaplin auftritt, haben Lächeln und Lachen die Melancholie im Unterton. Und das brachte wie damals im Jahr 2010 auch diese tänzerisch grandiose Aufführung zusammen mit einem Chaplin hart am Original begeisternd über.

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