Zu Toleranz und Frieden aufgefordert
Bild: Himmel
Kränze zum Volkstrauertag legten (vorne v. l.) Bernd Fernkorn, Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann und Propst Rainer B. Irmgedruth am Mahnmal nieder.
Bild: Himmel

Ein Tag für die Trauer tue der Gesellschaft gut, betonte Rainer B. Irmgedruth während seiner Gedenkworte zum Volkstrauertag eindringlich. Der Propst machte deutlich, wie wichtig es gerade auch für Männer sei, der Trauer einen öffentlichen Raum zu verleihen. Denn Trauer sei Schwerstarbeit. Gleichwohl bleibe das Leben lebenswert.

Der Seelsorger erinnerte daran, dass den traumatisierten Soldaten der Weltkriege keine Hilfen zur Bewältigung ihrer Erlebnisse an die Hand gegeben worden seien, wie es heute der Fall sei. Sich mit der wahren Bedeutung des Liedes „Der gute Kamerad“ von Ludwig Uhland auseinanderzusetzen, dazu rief der Propst auf. Es gäbe gute wie schlechte Kameraden, warnte er. Darum müsse man sich genau überlegen, mit wem man sich verbünde.

Während der Kranzniederlegung durch Bernd Fernkorn, Geschäftsführer des Kreisverbands des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann und Propst Irmgedruth spielte Karin Dignat das Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“, nach Noten von Friedrich Silcher auf ihrer Trompete. Der Sängerbund Beckum trug das Lied „Heilig, Heilig“ von Franz Schubert vor.

Vertreter aus Politik, Vereinen und Verbänden, Fahnenabordnungen sowie Kranzträger hatten sich nach einem gemeinsamen Gedenkmarsch vom Marktplatz aus am Wilhelmsplatz eingefunden, um in einer Kundgebung am dortigen Mahnmal zu mehr Toleranz, Frieden und Völkerverständigung aufzurufen. Die Feierstunde endete mit der gemeinsam gesungenen Nationalhymne.

In Neubeckum hielt Stellvertretende Bürgermeisterin Resi Gerwing die Rede bei der Gedenkveranstaltung auf dem Platz der Städtepartnerschaft. Am Ehrenmal in Roland Bernhard Daldrup, Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Warendorf.

SOCIAL BOOKMARKS