Zurück zu „BE“: Stadt macht sich stark
BE-Kennzeichen? Finde ich gut! Sagt Richard Niehaus, der noch ein altes Kennzeichen von einem Auto besitzt, das spätestens anno 1987 abgemeldet wurde, wie die ASU-Plakette verrät.

Der Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing im Rathaus  warb am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss für die Wiederausgabe des BE-Kraftfahrzeugkennzeichens. Er räumte ein, dass es wichtigere Themen gebe, führte den Kommunalpolitikern aber die Vorteile vor Augen. Gehe man von 50 000 Autos in einer Stadt aus, erfolgten laut Berechnungen 2,5 Millionen Wahrnehmungen des Kennzeichens täglich.

Beachtliches Potenzial

Ein Potenzial, das Denkert als klare Chance zur Imagebildung begreift. Einig weiß er sich mit einer Forschungsgruppe der Universität Heilbronn, die unter Federführung von Professor Ralf Borchert Untersuchungen in 81 deutschen Städten durchgeführt hat. Für die Wiedereinführung ehemaliger Kennzeichen haben sich dabei mehr als 72 Prozent der Befragten ausgesprochen. Darunter auch viele jüngere Leute, was für Denkert Beleg dafür ist, dass es sich bei der Kennzeichenliberalisierung nicht um ein Nostalgieprojekt handelt.

Wahlmodell: BE oder WAF

 Für den Kreis Warendorf käme laut Denkert ein Wahlmodell in Betracht, nach dem sich die Bürger zwischen WAF und BE entscheiden könnten. Dies könne kostenneutral geschehen. Grundsätzlich geht Denkert davon aus, dass seitens der Landkreise und der Landesregierung mit einer negativen Haltung zu rechnen sei. Daher komme es darauf an, mit anderen interessierten Kommunen an einem Strang zu ziehen, um eine entsprechende Regelung zu erreichen.

Kein Affront gegen den Kreis

Die richte sich keinesfalls gegen den Kreis oder andere Gemeinden, betonte Denkert, der kürzlich bereits an einer Gesprächsrunde bei der Stadt Gladbeck teilgenommen hat. Dort wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die eine Beschlussvorlage für die jeweiligen Räte entwickeln soll.

Umfrage am nächsten Mittwoch

Wie  Denkert erklärte, wird die Hochschule Heilbronn am Mittwoch, 25. Mai, in der Beckumer Innenstadt und bei der Oberstufe im Albertus-Magnus-Gymnasium eine Befragung zur Wiedereinführung des BE-Kennzeichens durchführen. Nach Vorstellung der Ergebnisse soll laut Denkert entschieden werden, ob die Stadt das Projekt zur Revitalisierung des Kennzeichens weiter verfolgt. Bei einem positiven Votum soll es eine Vorlage zur Entscheidung in den Gremien der Stadt geben. Die Ergebnisse der Befragung möchte die Hochschule Heilbronn Anfang Juni vorstellen.

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