Zwergenhaus soll um eine Gruppe wachsen
Riesiges Zwergenhaus: Die bisherige Zwei-Gruppen-Anlage an der Dechant-Schepers-Straße soll um einen Gebäudetrakt erweitert werden, wie die Planskizze zeigt.

Zu den vorhandenen beiden Gruppen soll eine dritte auf der nordwestlichen Seite hinzukommen. Der Gebäudetrakt wird nach dem Vorbild der bestehenden Einheiten als tonnenförmiger Baukörper ausgeführt. Auf zwei Ebenen bietet die dritte Gruppe Platz zur Betreuung von Kindergartenkindern in einer Regelgruppe, schafft aber auch zusätzliche Kapazitäten für die Versorgung unter Dreijähriger. Während das Erdgeschoss Gruppen-, Wasch- und Stiefelraum aufnehmen wird, finden sich im Obergeschoss zwei Schlafräume, eine Puppenstube, ein Malatelier und ein Nebenraum.

Insgesamt so machte Thiel deutlich, bietet die Anlage damit mehr Raum als in den gesetzlichen Standards für Kindertageseinrichtungen gefordert. Kleinere Umbauten im Bestandsgebäude werden erforderlich, um genügend Essplätze für alle Kinder zu schaffen.

Zur Kompensation der durch die Erweiterung aufgegebenen Außenflächen möchte das Zwergenhaus den auf der anderen Grundstücksseite angrenzenden öffentlichen Spielplatz einbeziehen. Entgegen bisheriger Planungen soll daher der öffentliche Spielplatz „Feuerstraße“ erhalten bleiben. Neben der Kita wird außerdem ein Bauplatz frei.

Die Stadt begrüßt und unterstützt die Investitionsmaßnahme von Bauherrin Susanne Kramp, obwohl in den kommenden Jahren die Zahl der bis zu sechs Jahre alten Kinder kontinuierlich zurückgehen wird. Die Prognose für die Stadt Beckum geht von einer Anzahl von 1551 im Jahr 2030 aus. Zum Vergleich: Ende 2011 lebten 1798 sechsjährige oder jüngere Mädchen und Jungen in der Stadt.

Wie die Verwaltung zu dem Erweiterungsvorhaben erklärte, ist davon auszugehen, dass mit Eintreten des Rechtsanspruchs auf Betreuung unter Dreijähriger in diesem Sommer die Nachfrage in diesem Segment steigen wird, so dass zusätzliche Plätze geschaffen werden müssen.

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