„a-ha“-Erlebnis auf dem Rathausplatz
Bild: Giebat
Die Superstimme von „Manhattan Skyline“, Leadsänger Marcus Baldwin, sang auf der Bühne auf dem Rathausplatz im Duett mit Anja Harbig.
Bild: Giebat

Es wurde ein Abend für die „a-ha“-Fans, von denen sich schon vor Beginn der Show eine Menge auf dem Rathausvorplatz versammelt hatte. Das war ein umfassender Streifzug durch die Geschichte von „a-ha“, was da von der Bühne herunter schallte: bekannte und weniger populäre Titel aus 28 Jahren der Erfolgsband aus Norwegen.

„Manhattan Skyline“, das sind Marcus Baldwin als Leadsänger, Marcus Ferner an den Keyboards, Thorsten Birkenfeld an der Gitarre, Thorsten Harbig an den Drums und Anja Harbig als Backgroundsängerin. Unter ihnen ist Baldwin die prägende Figur. Seine Stimme, sein Gesang ließen die des Morten Harklet von „a-ha“ keineswegs vermissen. Das war eine Superleistung.

Musikalisch konnte er sich dabei auf die übrigen Mitglieder seiner Band voll verlassen. Der Sound stimmte, gestützt von den Original-Keyboards, an deren Tasten Marcus Ferner steht, hier und da spürbar ergänzt durch Einspielungen klangfüllender Playbacks. Und die „a-ha“-Fans schwelgten in den Erinnerungen an „a-ha“-Erlebnisse, die vor noch gar nicht so langer Zeit vor 14 Jahren mit der Auflösung der Band zu Ende gingen.

Trotzdem, am Samstagabend wollte eine partyhafte Hochstimmung nicht aufkommen. Woran mag es gelegen haben, dass eine Musik, die zu ihrer Zeit Stadien zum Kochen brachte, an diesem Abend ihre Zuhörer nur zu einem kleinen Teil in Begeisterung versetzte? Vielleicht, weil im Hintergrund der Bühne laufende Videos und immer wieder heraufwabernder farbiger Dunst der Nebelmaschine einfach zu einer guten Bühnenshow nicht ausreichen. Vielleicht daran, dass dazu mehr gehört als die Superstimme des Leadsängers. Der Sound war gut, die Titel hatten ihren Reiz noch keineswegs verloren, aber „Manhattan Skyline“ zeigte, was bei Tribute-Bands oft erlebbar ist: Auch wenn sie noch so dicht am Original sind, reißen sie große Teile ihres Publikums zu nichts mit als einem gelegentlichen müden Mitklatschen. Denn ihnen fehlt das Charisma, die Ausstrahlung von der Bühne hinunter auf ihr Publikum.

So auch an diesem Abend. Der Zuschauer erlebte gute Musik in einer Performance, die im Gegensatz zu den Originalen einfach zu statisch war. Schade um den Sound, der für eine Menge Leute einfach nur Hintergrundmusik blieb.

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