40 Karatekämpfer wechseln die Farbe
Die Prüflinge waren mit Bundestrainer Akio Nagai Shihan (8.DAN), Frank Stuckemeier (5.DAN, Abteilungsleiter Gütersloh) und Thomas Steiling (2.DAN, Leiter des Schwesterdojos) stolz auf ihre Leistungen.

Am Sonntag nutzte die Beelener Fraktion mit 40 weiteren Karateka ihre Chance und absolvierte ihre Gürtelprüfung. Damit hat fast das gesamte Dojo (japanischer Ausdruck für Verein) die Farbe gewechselt.

Ein besonderes Qualitätsmerkmal des Verbands ist es, die Prüfungen – ähnlich dem Zentral-Abitur – ausschließlich zentral über den Bundestrainer abnehmen zu lassen. Häufig wird in anderen Kampfschulen die Prüfung in den eigenen vier Wänden bei dem eigenen Trainer abgehalten. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass ein überwachendes Korrektiv fehlt. Demnach steht der Sensei (japanisch für Meister/Trainer) ebenso bei diesem Test im Fokus wie seine Schüler. Umso mehr können alle Teilnehmer stolz sein, dass sie mit ihrer Arbeit vor fremden Augen bestanden haben. Manche Sportler erhielten sogar eine Auszeichnung.

Seit dem Ende der Winterferien haben sich die Beelener Karateka gezielt auf dieses Ereignis vorbereitet. Frank Stuckemeier hatte die jungen und älteren Kampfsportler immer wieder Elemente aus den unterschiedlichen Prüfungen praktizieren lassen. Je nach Thema wurden Schwerpunkte gesetzt, um dem nächsthöheren Kyu-Grad (Schülergrad) gerecht zu werden. Auf dem Programm stand der richtige Einsatz der Hüfte, der mit Hilfe von Turnstöcken geübt wurde. Vor den Übungen wurde immer wieder auf die richtige Ausführung der Techniken hingewiesen und diese ausgiebig wiederholt. Natürlich durfte der Kiai nicht fehlen. Dieser bezeichnet den Kampfschrei, den der Fortgeschrittene als normal wahrnimmt, der für jeden Neuling allerdings Überwindung kostet. Nicht zuletzt deswegen, weil die dadurch vorgetragene Selbstsicherheit erst dann, wenn man sich in der technischen Ausführung sicher fühlt, auch ausgestrahlt wird. Es wurde zudem während der Vorbereitungszeit tief in die Trickkiste gegriffen: Das Training mit Expander-Bändern half dabei, den schnellen Antritt zu verbessern.

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