Alte Erntemaschinen begeistern Gäste
Bild: Wiengarten
Bei den Kindern stand Theo Steiling (mit Strohhut) hoch im Kurs. Alle wollten den kleinen Mähdrescher mit Getreide füttern oder auf andere Weise den Weg vom Korn bis zum Brot mitverfolgen.
Bild: Wiengarten

Der Gottesdienst fand diesmal nicht in der Kirche statt, sondern auf dem gastlichen Hof Scharmann in der Bauerschaft Thier. Pfarrer Norbert Happe ermunterte die Besucher dazu, eine 360- Grad-Drehung zu vollziehen, um den Blickwinkel einmal bewusst zu ändern, Menschen und Umgebung wahrzunehmen.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, Robert Ostermann, ein Grußwort gesprochen. Er dankte, wie später auch Pfarrer Happe, der evangelischen Bläsergemeinschaft, diesmal unter Leitung von Herbert Genz, für die festliche, musikalische Bereicherung der gottesdienstlichen Feier. Ostermann freute sich über eine gute Ernte, lenkte seinen Blick aber auch auf andere Regionen in dieser Welt. „Während wir hier ein fröhliches Fest feiern, sind tausende von Menschen auf der Flucht“, so seine Feststellung. Er ermunterte die Festgemeinde dazu, die Flüchtlinge willkommen zu heißen.

Die Landwirte spürten nicht immer den Dank der Gesellschaft und manche Kritik an dem Berufsstand sei oft vorschnell geäußert, beklagte der Vorsitzende.

Die Scheune war mit Früchten und Blumen aus den Gärten und Feldern geschmückt, das Kreuz war aus Efeu gebunden worden. Pfarrer Norbert Happe dankte auch den Mitarbeitern des Beelener Warenkorbes für ihre Arbeit. Der Einrichtung wird der Erlös des Erntedankfests zur Verfügung gestellt. Ferner freute er sich über die Aktivitäten verschiedener Dienste wie die des Eine-Welt-Kreises.

Nach der Messe fanden auf dem Hof diverse Aktivitäten statt. Theo Steiling hatte auf einem Wagen seine Aktion „Von der Aussaat zum Brot“ aufgebaut. Der Rentner hatte stets einen Pulk von Kindern um sich, die vor allem den voll funktionstüchtigen Mähdrescher in Miniaturformat mit Getreide fütterten. Nur einen Steinwurf entfernt wurde gezeigt, wie noch vor wenigen Jahrzehnten mit Hilfe eines Dreschkastens das Getreide gewonnen wurde. Bei Sonnenschein und frischem Ostwind, verbrachten die Menschen fröhliche und unbeschwerte Stunden bei Speis und Trank. Eine Attraktion war dabei die große Kuchentheke. Die Landfrauen hatten die Gebäckstücke nach ihren besten Hausrezepten gebacken.

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