Alte Freundschaft verbindet Beelen und England
Bild: Wiengarten
Phil Shackleton bescherte den Zuhörern am Samstag einen wunderbaren Abend. Ein Dank ging an die Organisatoren des Kulturkreises, die dieses Konzert möglich gemacht hatten.
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Am Anfang begrüßte Maria Kemper, Vorsitzende des Kulturkreises, den Künstler Phil Shackleton und machte kein Geheimnis daraus, dass man sich schon lange gewünscht hatte, den Sänger an den Axtbach zu holen. Einen besonderen Dank richtete sie, zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern, an Ludger Dingwerth und seine Frau Christa, für die Möglichkeit, das alte Bauerngebäude auf dem Firmengelände für die Veranstaltung nutzen zu dürfen. Kühle Getränke und Gegrilltes waren vorhanden.

Phil Shackleton entpuppte sich als wahres „Power-Paket aus Lancashire“. Mit seiner wunderbaren Stimme verstand er es, die Grenzen zwischen Folk, Pop und Rockmusik zu überbrücken. Zwischen den Songs streute er immer wieder Erzählungen aus seinem Leben ein, die deutlich machten, dass Musik zu ihm gehört. Geboren und aufgewachsen ist er in Lancashire, Nordengland. Er war Mitglied einer Band und blieb nach einer Tour durch Europa in Deutschland 1983 regelrecht „hängen“.

Bereits in England machte er sich mit den Elementen der akustischen Musik vertraut, die dort in Kneipen und Folkclubs gespielt wurde. Dort fand er Kontakt zu dem inzwischen verstorbenen Schotten Hamish Imlach, der Phil Shackletons musikalischen Werdegang maßgeblich mit beeinflusste. Gerade der Name Hamish Imlach rief den Beelener Paul Spliethoff auf den Plan. Zusammen mit etlichen damals noch jungen Beelenern hatte Paul Spliethoff 1981 das Festival „Rock in der Heide“ in Beelen organisiert, das den Grundstein für das heutige Festival „Krach am Bach“ legte. 1981 gehörte Hamish Imlach zu den Künstlern bei „Rock in der Heide“ und so wurden Erinnerungen an den Künstler im Konzertpausengespräch lebendig.

Beim Song „Cocaine“ erinnerte Phil Shackleton an Hannes Wader, den er kennt, und bezeichnete ihn humorvoll als deutschen Bob Dylan. Besonders wunderbar interpretierte er mit seiner klanggewaltigen Stimme und dem überaus gekonnten Gitarrenspiel Lieder von Simon & Garfunkel. Gerade bei diesen Songs sangen die Zuhörer mit.

Mit Blick hinaus auf die Landschaft rund um das Haus Dingwerth stimmte der Künstler zum Schluss den Song „Sound of Silence“ an und sichtlich bewegt summten viele mit. Doch entlassen wurde Phil Shackleton nicht ohne etliche Zugaben. Ein Dank für den wunderbaren Abend sprach ihm stellvertretend für alle Anwesenden Maria Kemper aus. Nach Hause ging der Künstler sicherlich mit vielen neuen Fans „im Gepäck“.

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