Am Zustand der Anlage scheiden sich Geister
Bild: Hartmann
„Dieser Spielplatz ist nicht verwahrlost”, betont Bürgermeisterin Elisabeth Kammann bei einer Besichtigung der Grünanlage an der Neumühlenstraße.
Bild: Hartmann

Jessica Hanyssek ist mit ihren drei Kindern sowie ihrer Nichte im Alter von anderthalb bis viereinhalb Jahren gern auf dem Spielplatz. „Der Sandkasten ist groß, außerdem gibt es viel Auslauf für die Kinder.“ Anders sieht das Michaela Neuhaus: „An dem einen Spielplatz wird etwas getan und die anderen, wie die Anlage an der Neumühlenstraße, lässt man vergammeln“, kritisiert die Beelenerin. „Dabei ist doch gerade dieser Spielplatz durch die Lage nahe der Eisdiele und dem Fahrradweg ideal.“

Vorwürfe werden auch von anderen Müttern laut, wie etwa, dass viel Geld in Projekte der Gemeinde anstelle der Kinder investiert werde, und es entstehe die Befürchtung, in Zukunft würden Anlagen aus Geldmangel geschlossen werden. Der für die Spielanlagen Beelens zuständige Verwaltungsmitarbeiter Georg Micke sieht diese Anschuldigungen als ungerechtfertigt: „Auch uns ist daran gelegen, jederzeit gebrauchsfähige, attraktive Kinderspielplätze zur Verfügung zu stellen“, heißt es schriftlich. Man habe nicht vor, häufig genutzte oder womöglich in einigen Jahren wieder stärker frequentierte Spielanlagen abzubauen.

Das an den Axtbach angrenzende Gelände ist im Jahr 1970 erbaut und zuletzt 2009 teilsaniert worden. Das Alter sei jedoch zweitrangig bei der Beurteilung der Attraktivität einer solchen Anlage, betont Micke. „Natürlich hat man bei einer Neugestaltung mehr Möglichkeiten.“ Bürgermeisterin Elisabeth Kammann ist bei einer Besichtigung des genannten Spielplatzes der gleichen Meinung. „Dieser Spielplatz ist nicht verwahrlost.“ Die Geräte sähen „vielleicht etwas spärlich auf dieser wunderschönen, großen Fläche aus“, aber man könne eben nicht „an jedem Spielplatz für alle etwas implementieren“.

Das Prinzip und die Gedanken, die hinter den angebotenen Geräten und Spielmöglichkeiten stehen, seien außerdem den meisten Besuchern nicht bekannt. „Unser Ziel ist es, im Ortskern Spielplätze vom Typ B, also alle, die in einem Umkreis von 200 Metern liegen, mit einer Grundausstattung von Schaukel, Sandkasten und Rutsche anzubieten“, erläutert Micke.

Mehr dazu in der Dienstagsausgabe der „Glocke“.

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