An den grünen Platten zählt jeder Millimeter
Bild: Hartmann
Mithilfe des Maßbands rückt Werner Skrobanek die Tischtennisplatten genau in die Mitte des Spielfelds.
Bild: Hartmann

Wenn allerdings die 24 besten Tischtennisspieler aus NRW zum Turnier in die Gemeinde reisen, dann sind die Vorbereitungen um einiges größer und der Aufbau beginnt schon am Vortag.

So kommt es, dass Werner Skrobanek am Freitagabend um kurz nach 21 Uhr mit einem Messband durch die Halle läuft. Sechs mal zehn Meter, erklärt er, müssen die Boxen groß sein, und die Spielplatte kommt genau in die Mitte. „Auf einen Zentimeter kommt es aber auch nicht an“, bemerkt er, und misst dann allerdings doch lieber noch einmal nach, ob der Abstand von der Plattenmitte bis zur Wand wirklich fünf Meter beträgt.

Währenddessen sind auch seine Vereinskollegen am Werk: Die Tribüne wird aufgebaut, Bänke werden in die Geräteräume getragen und die Fußballtore verschoben. „So viel schwitze ich nicht mal beim Tischtennis“, ruft Vorsitzender Jürgen Klimpel lachend. Schweißtreibend sollten auch die Partien am nächsten Tag werden und so lautete eine Vorgabe des Westdeutschen Tischtennis Verbands (WTTV), auch für Handtuchkörbe zu sorgen. Wie viel „Promi-Schweiß“ diese wohl schon gesehen hätten, munkelt manch einer, während er die zusammenklappbaren Pappkartons in der Halle verteilt.

Zwischen den Beelenern findet sich auch Christoph Menges vom WTTV. Er schaut nach, ob „die Halle in spielbarem Zustand ist“. Das bedeutet konkret: Sind die Boxen groß genug? Sind Handtuchkörbe und je zwei Betreuerstühle neben den Spielboxen vorhanden? Gibt es einen Netzanschluss im Regieraum? Die Halle hat den ersten Begutachtungen standgehalten, aber am nächsten Morgen fällt auf, dass die Abstandhalter zwischen den Hälften der Tischtennisplatte fehlen. Schnell wird das fünf Millimeter dünne Band zwischen die beiden Hälften geklebt. „Rückblickend wären also die Kantenbälle all die Jahre auf der Platte gewesen“, scherzt Hubert Sievert. Danach kontrollieren die Schiedsrichter des WTTV die Tische erneut.

Mehr dazu in der Montagsausgabe der „Glocke“.

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