Arbeiter bohren Leck in Hauptwasserleitung
Bild: Wiengarten
Bis tief in die Nacht waren Mitarbeiter einer Tiefbaufirma damit beschäftigt, das Leck in der Hauptleitung zu flicken.
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 Die Mitarbeiter der bausauführenden Firma, die im Auftrag des Unternehmens Deutsche Glasfaser derzeit die Leitungen für das schnelle Internet verlegen, haben am Dienstagnachmittag im Eifer des Gefechts eine Hauptwasserleitung angebohrt, die von Vohren zum Hochwasserbehälter in Oelde führt.

Die Folge: Bis zu 80 Kubikmeter Wasser in der Stunde seien nach Angaben von Andreas Becker, Geschäftsführer der Wasserversorgung Beckum, in das Erdreich eingedrungen. Um das Leck zu schließen, habe das alarmierte Tiefbauunternehmen Nüssing ein Loch graben und die Stelle trockenlegen müssen.

Weil der Schaden an der 400er-Leitung nicht allzu massiv gewesen sei, habe es ausgereicht, eine Rohrbruchdichtschelle anzubringen, heißt es von der Wasserversorgung. Becker schätzt, dass sich die Kosten für den nächtlichen Einsatz auf 6000 bis 8000 Euro belaufen, die an das Unternehmen Deutsche Glasfaser weitergereicht würden.

So ein Leitungsschaden könne bei Tiefbauarbeiten vorkommen, erklärte Verwaltungsmitarbeiter Thomas Middendorf im Gespräch mit der „Glocke“. Jedoch: „Es ist bekannt, dass die Leitung dort verläuft. Bei sorgfältiger Arbeit wäre das nicht passiert.“

Die Krux an der Geschichte: Eigentlich hätten die Arbeiten am Bauenrott / Borgkamp gar nicht durchgeführt werden dürfen, denn die Gemeinde hatte mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser vereinbart, dass erst die bislang bemängelten Schäden ausgebessert werden müssen, bevor die Verlegung der Glasfasern weitergeht. Das ist nur zum Teil geschehen, wie Middendorf zu berichten wusste. Das Problem mit dem wahllos auf Gehwegen verstreuten Steinmehl („Die Glocke“ berichtete) sei immer noch akut. An einigen Straßen sei es zwar schon verschlämmt worden, an anderen Stellen habe sich überhaupt nichts getan. Dazu hätten die Arbeiter an einigen Straßen das Steinmehl gegen Sand ausgetauscht. „Auch der wurde einfach auf die Bürgersteige geworfen“, weiß Middendorf aus Berichten der Bevölkerung.

Mehr zum Thema in der Donnerstagsausgabe der „Glocke“.

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