Aufgehübschter Markt braucht Sondergebiet
Bild: Stempfle
Der Aldi-Markt am Lilienweg soll erweitert werden, um die Ware besser präsentieren zu können. Die aktuellen Planungen hat der Bau- und Planungsausschuss diskutiert.
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Geplant ist, so erfuhren die Lokalpolitiker, den Betrieb an der Südseite des Gebäudes mit einem Anbau zu erweitern und die Stellplatzanlage in östlicher Richtung zu vergrößern. Ziel der Vergrößerung ist, das Warensortiment ansprechender präsentieren und organisatorische Abläufe optimieren zu können. Breitere Gänge, vergrößerte Kühlregalbereiche, eine erhöhte Anzahl von Tiefkühlinseln und ein erweiterter Obst- und Gemüsebereich soll den Kundenwünschen entgegenkommen. Dazu ist geplant, die Regale abzusenken, um ein leichteres Einkaufen zu ermöglichen. Eins schließen die Planungen jedoch aus: Es wird keine Ausweitung des Warenangebots geben, der Markt wird weiterhin die Produkte anbieten wie die heutige Verkaufsstelle. Knackpunkt des Vorhabens ist die Erweiterung. Bislang umfasst der Markt eine Verkaufsfläche von 740 Quadratmetern. Die soll nun auf 1020 Quadratmeter erweitert werden. Damit überschreitet der Markt die Großflächigkeit. „Dafür müsste ein Sondergebiet festgesetzt werden“, erklärt Verwaltungsmitarbeiterin Karina Weber, die auf den Landesentwicklungsplan NRW verweist. Demnach dürfen Sondergebiete mit „zentrenrelevanten Kernsortimenten nur in bestehenden zentralen Versorgungsbereichen festgesetzt werden“. Weil das Grundstück jedoch außerhalb des zentralen Versorgungsbereichs der Gemeinde liegt, ist bereits mit der Bezirksregierung abgestimmt worden, das Einzelhandelskonzept der Gemeinde zu überarbeiten. Dabei soll geprüft werden, ob eine Ausnahmemöglichkeit für diesen Nahversorger in Frage kommt. Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses stimmten der Fortführung des Bauleitplanverfahrens zu.

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