Beelen bekommt Ladesäule
Ein Nickerchen zur Entspannung nach der anstrengenden Autofahrt: Parallel hängt das mobile Zuhause an der Ladestation. Das soll künftig auch in Beelen möglich sein.

„Wir sind die einzige Kommune im Kreis, die keine Wohnmobil-Ladesäule hat“, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Kammann im jüngsten Sozial- und Kulturausschuss. Der Grund dafür ist in einer politischen Entscheidung zu finden: Vor Jahren hatte die Touristische Arbeitsgemeinschaft Parklandschaft Kreis Warendorf angeboten, für alle Kommunen kostenlos diese Säulen zu bestellen. Einzige Forderung: Die Städte und Gemeinden mussten einen Ort ausweisen, an dem die Säule aufgebaut werden kann, der über Strom- und Wasseranschlüsse sowie Platz für mindestens drei Wohnmobile verfügt. Doch die politischen Gremien in Beelen sahen keinen Mehrwert für die Gemeinde in der Errichtung einer solchen Säule und votierten gegen die Anschaffung, die sie nichts gekostet hätte – als einzige Kommune im Kreis. „Da haben wir wohl damals aufs falsche Pferd gesetzt“, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Kammann, die den Wunsch äußerte, nun doch solch eine Säule anzuschaffen. Die Gelegenheit war am Dienstagabend günstig, war doch Christine Schneider von der Parklandschaft Kreis Warendorf im Ausschuss zu Gast, um über den Wirtschaftsfaktor Tourismus zu berichten. Die zeigte sich angetan von der Idee, Beelen als weißen Flecken auf den Karten für Wohnmobilstellplätze zu tilgen. Sie schlug vor, für das kommende Jahr im Haushalt der Arbeitsgemeinschaft genau den Betrag für eine Säule für Beelen einzustellen, den die anderen Säulen vor Jahren gekostet haben. Ob der Preis der gleiche geblieben ist, wusste Schneider jedoch nicht. „Die Differenz müsste dann die Gemeinde Beelen zahlen“, erklärte die Expertin. Doch die Investition könnte sich lohnen, ist doch die Zahl der Wohnmobil-Touristen in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. „Im Schnitt lassen Camper 40 Euro pro Tag und pro Person in der Kommune“, betonte Schneider. Ob Beelen solch eine Säule für Wohnmobile – möglicherweise an der Axtbachhalle – erhält, darüber muss die Politik entscheiden.

SOCIAL BOOKMARKS