Beelen ersetzt Kanalrohre in der Neumühlenstraße
Connex-Rohre aus PVC sollen das alte System des Mischwasserkanals an der Neumühlenstraße ersetzen. Mit diesem Entwurf überzeugte Richard Dickmann den Betriebsausschuss in Beelen.

 

Richard Dickmann stellte am Donnerstagabend den Entwurf im Rathaus vor. Die Erneuerung des Mischwasserkanals ist ab der Stichstraße Butzhagen bis zum Ende der Bebauung und in den beiden südlich liegenden Stichstraßen vorgesehen. Sofern mit der Ausschreibung sofort begonnen werde, rechnet Dickmann mit dem Ende der Baumaßnahme bis Herbst.

Vor der Konzeptvorlage wurde der Zustand des Mischwasserkanals erkundet. Dabei stellte sich heraus, dass eine Lösung, bei der sogenannte Inliner in die Rohre eingeführt werden sollten, nicht ausreiche. Eine solche Idee war noch bis zum September 2009 überlegt worden („Die Glocke“ berichtete).

Das alte System bestehe aus Betonfalzrohren aus den 1960er-Jahren, erklärte Dickmann. Schwachpunkte seien Anschlussstellen oder das Material. Aufgrund von angestiegener Schwerlast auf der Straße, habe sich der Druck auf die Rohre erhöht. Beton könne diesen Effekt nicht ausgleichen, weshalb es zu Verformungen und damit zu Rückstauproblemen gekommen sei, erklärte Dickmann.

Als neue Lösung schlug der Ingenieur die Verwendung von Connex-Rohren vor, die aus elastischem PVC bestehen. Connex-Rohre seien für die Anforderungen eines Mischwasserkanals ausgelegt. Zum Beispiel garantiere das Material mit seiner glatten Oberfläche eine Fließgeschwindigkeit, die verhindere, dass sich Abwasserrückstände anstauten.

Ferner machte Dickmann einen zweiten Vorschlag. Um den Übergang vom Grundstück der Gemeinde und zum Privateigentümer klar markieren zu können, plädierte er dafür, einen Schacht einzuführen, der als Grenze funktionieren könne. Dieser erleichtere rechtliche Handhabungen wie zum Beispiel die anstehenden Dichtheitsprüfungen.

Darüber hinaus gebe es mit einem Schacht ohne aufwendige Baumaßnahmen von oben Zugang zum Kanal, wie Dickmann erklärte.

Am Dienstag, 5. April, werde es eine Anliegerversammlung geben, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Kammann. Dann könnten auch Fragen zum Thema Schachtbau erörtert werden.

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