Beelen sehnt die grüne Welle herbei
Bild: Wiengarten
Freie Fahrt wünscht sich nicht nur der Durchgangsverkehr. Auch den Beelener Bürgern sind die Wartezeiten vor den fünf Lichtanlagen ein Dorn im Auge. Hilfe erhoffen sich die „Naturfreunde für Beelen“ durch den Straßen.NRW.
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Ein Zeichen für die Wichtigkeit des Themas in der Axtbachgemeinde. Unter den Besuchern waren auch Bürgermeisterin Elisabeth Kammann und zahlreiche Mitglieder des Gemeinderates. Vorsitzender Andreas Künnemeyer, Carsten Birkemeier und Stefan Hartmann informierten kompetent und straff. Nachdem die Bayern das erste Tor geschossen hatten, war die Informationsveranstaltung zu Ende.

Fußgänger warten

Der Verein hatte ein unabhängiges Gutachterbüro mit Sitz in Essen beauftragt, die Situation in Beelen zu untersuchen. Festgestellt wurde, dass auf einer Streckenlänge von 1,8 Kilometern fünf Ampelanlagen verteilt sind. Die Messfahrten der Experten und die Sichtung der Schaltpläne der Ampeln brachten die Erkenntnis, dass die unabhängig voneinander arbeitenden Ampeln unnötige Halts hervorrufen. Dabei sind die Freigabezeiten für Fußgänger an der Greffener Straße besonders in den Morgenstunden zu kurz. Die „Naturfreunde für Beelen“ klemmten das von ihnen in Auftrag gegebene und bezahlte Gutachten unter den Arm und stellten dieses „Straßen.NRW“ in Coesfeld vor. Hier stieß man auf offene Ohren, da diese Behörde nach eigenen Aussagen ebenfalls an einer Koordinierung der Ampeln arbeite.

Zebrastreifen muss weg

Allerdings hatte die Behörde bisher nur die Anlagen von der Westkirchener Straße bis zum Vennort im Blick. Finanzielle Mittel stünden zur Verfügung, hieß es. Für die „Naturfreunde für Beelen“ ergibt sich als Fazit, dass eine Koordinierung der Ampelanlagen mit deutlicher Verbesserung der Verkehrssituation technisch möglich und auch finanzierbar ist. Mindestens vier Ampelanlagen (Westkirchener Straße bis Letter Straße) müssen einbezogen werden. Die Fahrzeit vom Westring bis zur Letter Straße kann von derzeit 227 Sekunden bei drei Ampelstopps auf 133 Sekunden ohne Halt reduziert werden. Für die effektive grüne Welle muss der Zebrastreifen am Jibi-Markt entfernt werden. An der Kirche könnte es zu mehr Sicherheit für die Fußgänger kommen und Rückstauverkehr auf der Greffener Straße vermieden werden, wenn die Fußgänger ein „Rundumgrün“ bekommen.

Verkehrszählung

Zur Unterstützung von „Straßen.NRW“ wird am Donnerstag, 26. Juni, ab 7.15 Uhr eine Verkehrszählung durchgeführt. Dafür werden 25 Helferinnen und Helfer benötigt. Viele weitere Erkenntnisse brachte das Gutachten, und die Initiatoren baten am Ende die Vertreter des Gemeinderats und Bürgermeisterin Elisabeth Kammann das Ziel grüne Welle für Beelen zu unterstützen, was am gleichen Abend zugesagt wurde. Die Bürgermeisterin: „Da ist offensichtlich etwas in Bewegung gekommen“.

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