Beelener zehren lange Zeit von Rom-Fahrt
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Der absolute Höhepunkt der Rom-Reise: Papst Benedikt XVI. bahnte sich auf dem Petersplatz den Weg durch die Menge. Einige der Beelener Rom-Fahrer konnten fast auf Tuchfühlung mit dem Stellvertreter Gottes auf Erden gehen.
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Das bestätigt auch eine Chronologie, die Johannes Weber und Norbert Schlingmann verfasst und jetzt der „Glocke“ zur Einsicht überlassen haben. Diese beiden waren Mitglieder des Teams, das die Tour in die Ewige Stadt organisiert hat.

Orga-Team

Stephanie Wolbeck, Karl-Heinz Lahr und Dorothee Wertenbach sowie Pfarrer Norbert Happe gehörten ebenfalls zum Kern der Vordenker, der von zahlreichen Helfern unterstützt worden ist. Insgesamt 280 Personen – darunter 50 Kinder – habe es im Oktober für acht Tage vom Axtbach an den Tiber gezogen. Zu den Höhepunkten zählte der Besuch des Petersdoms. Dort feierten die Beelener eine Messe. Pfarrer Happe zelebrierte direkt hinter dem Hauptaltar einen Gottesdienst, der vom eigens gegründeten und von Reinhold Reiker geleiteten Pilgerchor („Vatikansingers“) mitgestaltet wurde. Unmittelbar zuvor hatte an gleicher Stelle ein Gottesdienst der spanischen Bischofskonferenz mit wunderschönem Gesang stattgefunden. Übrigens: Der Sicherheitscheck zum Besuch dieses Gotteshauses hatte eine Stunde gedauert.

Vor den Toren Roms

Die 280 Beelener stillten während der Pilgerfahrt auch ihren Kultur-Hunger. Die Wallfahrer besuchten vor den Toren Roms in der Stadt Tivoli die Villa d’Este. Deren wunderschöne Gärten mit ungezählten Brunnen, Wasserspielen und Skulpturen machte die Luxusbleibe zum Weltkulturerbe. Ein Besuch der Basilika „Sankt Paul vor den Mauern“, in der Porträts sämtlicher Päpste ausgestellt sind, schloss sich an. „Unvergessen“, heißt es in der Reisechronik, bleibt den Reiseteilnehmern der fünfte Tag. Früh setzten sich die Busse Richtung Vatikan in Bewegung. Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Beelener mit Tausenden anderen Besuchern die Zeit auf dem Petersplatz. Dann der Moment, der viele sprachlos machte: Papst Benedikt XVI. fuhr auf seinem Fahrzeug durch die Reihen. Das Kirchenoberhaupt der Katholiken begrüßte die andächtigen Pilger mehrsprachig und erinnerte an den 50. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils. „Als die Beelener Gruppe genannt worden ist, haben wir alle unsere gelben Pilgertücher geschwenkt“, heißt es in dem Reisebericht. Besonders sportliche Teilnehmer bestiegen am Nachmittag die Kuppel des Petersdoms oder besuchten die vatikanischen Museen.

Beklemmende Besichtigung

Aufschlussreich, aber auch beklemmend war der Besuch in der unterirdischen Kirche der Domitilla-Katakombe. Dieses Gräberlabyrinth ist das größte Roms. 17 Kilometer unterirdische Gänge in fünf Etagen zeigen die Ausmaße dieses unterirdischen Friedhofs. Heute gehören die Katakomben Roms zum Vatikanstaat und werden zumeist von Ordensgemeinschaften unterhalten. Pfarrer Norbert Happe feierte in der dazugehörigen, unterirdischen Kirche einen beeindruckenden Gottesdienst.

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