Beelenerin arbeitet ein Jahr in Südafrika
Bild: Stempfle
Auf den Weg nach Südafrika hat sich die Beelenerin Katharina Große-Halbuer gemacht. In Kapstadt wird sie ein Jahr lang in einer Fördereinrichtung für Kinder mit Behinderungen arbeiten.
Bild: Stempfle

Ein mulmiges Gefühl hatte die junge Beelenerin im Vorfeld schon, wenn sie an den Langstreckenflug denkt, dennoch wollte sie sich die Vorfreude auf die aufregenden Monate fernab der Heimat von ihrer Flugangst nicht beeinträchtigen lassen. Musik hören und schlafen, das war der Plan, um die mehrstündige Flugreise von Düsseldorf über London bis nach Kapstadt zu überbrücken.

„Zum Glück fliege ich nicht allein“, sagt sie im Gespräch mit der „Glocke“ kurz vor der Abreise und lacht verschmitzt. In London hat sie sich schließlich mit den anderen Freiwilligen getroffen, die im Auftrag der Organisation „South African German Network“ spannende zwölf Monate in Südafrika verleben und dabei noch etwas Gutes tun werden.

Denn Katharina Große-Halbuer wird in einer Fördereinrichtung für Kinder mit Behinderungen und Beeinträchtigungen arbeiten. „Wir betreuen die Mädchen und Jungen im Alter zwischen zwei und 21 Jahren, Unterricht erteilen wir jedoch nicht“, betont die Beelenerin. Der Zeitpunkt für diesen sozialen Dienst komme gerade richtig, erklärt die 23-Jährige, schließlich hat sie gerade erfolgreich ihre Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin abgeschlossen. Sie reist nach Afrika mit einem festen Vorsatz: „Mein Anspruch ist es, die Kinder nicht nur zu bespaßen, sondern gezielt zu fördern.“ Durch ihre berufliche Vorbildung bringt sie das nötige Handwerkszeug dafür mit.

Um die anderen Freiwilligen sowie die Einheimischen besser kennenzulernen, ist sie nach einem Rotationsprinzip untergebracht. Zweimal drei Monate lebt sie im Studentenviertel der Millionenmetropole Kapstadt, die restlichen sechs Monate wird sie in einer Gastfamilie leben. „Darauf freue ich mich sehr“, sagt die Beelenerin, schließlich ist die afrikanische Gastfreundschaft in der ganzen Welt bekannt. Schwierig könnte es nur in Sachen Ernährung werden, achtet Katharina Große-Halbuer doch auf vegetarische Kost. Südafrika ist unter anderem für ausschweifende Grillfeste mit Familien und Freunden bekannt. „Es gibt aber auch genügend Obst und Gemüse als Alternative für mich“, sagt sie und lacht.

Mehr dazu in der Mittwochsausgabe der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS